Kai Meyer: Phantasmen [Rezension]

Cover (c) Carlsen Verlag


Inhalt:

Achtzehn Monate ist es her, dass überall auf der Welt Geister der Verstorbenen auftauchen: Regungslos leuchtend, für jedermann sichtbar, der Sonne zugewandt, an der Stelle, an der sie ihr Leben ausgehaucht haben. Und es werden täglich mehr. Die Städte werden von Geisterlicht erhellt.
Vor drei Jahren verloren die neunzehnjährige Rain und ihre zwei Jahre jüngere Schwester Emma ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz in der Wüste Desierto de Tabernas in Spanien. Dorthin reisen sie nun, um beim Auftauchen der Eltern als Geister dabei zu sein und endlich Abschied nehmen zu können. Doch nicht nur sie haben den Weg dorthin gefunden. An der Absturzstelle begegnen sie einem undurchsichtigen Amerikaner und dem Norweger Tyler, der seine große Liebe Flavie noch einmal sehen will. Doch als die Geister erscheinen, stellen Rain und Emma fest, dass eine unaufhaltsame Katastrophe ihren Anfang genommen hat: Die Geister beginnen zu lächeln – und es ist ein böses Lächeln.

 
„Phantasmen“ ist spannend von den ersten Seiten an, beklemmend und in seiner rasanten Erzählweise atemberaubend. Von Anfang an ist der Leser mittendrin, der Vorstellung der Protagonisten wird nur wenig Raum gegeben und auch später wirken die Charaktere wie Beistellwerk, als Handwerkszeug, um die gut konstruierte Geschichte voller Mysterien und übersinnlicher Phänomene  zu tragen.

Die Charaktere bleiben trotz interessanter Biographie und starken Charaktereigenschaften oberflächlich und farblos. Die Ich-Erzählerin Rain wirkt nur äußerlich rebellisch und hat einen geradezu nervtötenden Drang ihre nur zwei Jahre jüngere Schwester zu beschützen, die offensichtlich stets den besseren Überblick und vor allem die Nerven behält. Tyler ist der grüblerische, gut aussehende, Motorrad fahrende Held mit dem tollen Hintern und Emma ist eben anders, wie anders, muss man sich dann schon selbst zusammen reimen.
Rains traumatische Erlebnisse in Afrika, die zunächst nur immer wieder angedeutet werden (bis man es echt nicht mehr hören will), erfahren zwar später noch einmal einen Bezug zur Handlung. Dieser ist jedoch in meinen Augen ziemlich absurd.

Wirklich interessant bleibt die Handlung: Das Auftauchen der Geister, die Gründe dafür und die fragwürdigen wissenschaftlichen Experimente, die an übernatürlich Begabten und Menschen mit Nahtoderfahrungen vorgenommen werden. Religiöse Eiferer und skrupellose Wissenschaftler gehen erbarmungslos über Leichen und lösen damit die Apokalypse aus.

Kai Meyer erzählt gewohnt spannend in seinem einfachen, jedoch  sehr anschaulichen Stil. Die Seiten fliegen nur so dahin und versetzen den Leser in ruheloses Bestreben, der Wahrheit auf den Grund zu kommen und das ganze Ausmaß der apokalyptischen Ereignisse fassen zu können.

Eine gut konstruierte Geschichte, die zwar einige Fragen offen lässt, jedoch im Großen und Ganzen in sich schlüssig ist. Wie auch schon bei „Asche und Phönix“ (Rezension) fehlt mir jedoch die Seele des Buches. Die Geschichte ist toll, packend und spannend, die Figuren kann man sich gut vorstellen und sie handeln für sich logisch und konsequent. Aber wirklich mit ihnen fühlen konnte ich trotz der Ich-Erzählperspektive leider nicht.
Daher sehr knappe 4 Tintenfässchen.

© Tintenelfe

4 Tintenfässchen

Kai Meyer: Phantasmen

Cover (c) Carlsen VerlagBroschiert: 400 Seiten
Verlag: Carlsen; Auflage: 1., Aufl. (März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3-551-58292-8
Alterempfehlung: Ab 14 Jahren
Preis: 19,90€

Einzelband!

 

Kjetil Johnsen: Dark Village – Zurück von den Toten (4) [Rezension]

Cover (c) Coppenrath Verlag

 
Inhalt:
Nora ist von Selbstzweifeln zerfressen. Benedicte hält einen tödlichen Beweis in den Händen. Trines brutaler Mord stellt die Ermittler weiter vor ein Rätsel. Vilde stürzt sich in eine gefährliche Affäre, um den Schmerz über den Verlust ihrer großen Liebe zu betäuben. Einst waren sie unzertrennlich – doch die Freundschaft der Mädchen bricht unaufhaltsam auseinander. Nichts ist, wie es scheint. Die Serie an grausamen Morden in dem idyllischen Bergdorf Dypdal reißt nicht ab. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Aber wer ist Täter? Wer Opfer? Und wie hängen all die schrecklichen Fälle miteinander zusammen? Plötzlich scheint jeder verdächtig. Der wahre Mörder bleibt jedoch weiter im Verborgenen. Eiskalt verfolgt er sein Ziel … (Klappentext)

Auch der vierte Teil der norwegischen Thriller-Soap verspricht wieder atemlose Spannung.

Die Morde an Trine und Dr. Wolff erschüttern den kleinen Ort Dypdal und die Verdachtsmomente gegenüber Nick, dem erst zugezogenen Pflegekind mit der schwierigen Vergangenheit, häufen sich, insbesondere, da er sich aus dem Staub gemacht hat. Die drei Freundinnen Vilde, Benedicte und Nora haben neben der Sorge um den wahren Mörder Trines auch jede ihr eigenen Päckchen zu tragen. Nora kann nicht verstehen, warum Nick einfach verschwunden ist und fühlt sich zurückgewiesen. Vilde sorgt sich darum, mit dem Tod von Synnøve Viksveen in Verbindung gebracht zu werden und Benedicte glaubt, den wahren Mörder von Dr. Wolff gefunden zu haben und kann sich nicht überwinden, ihn anzuzeigen. Die Mädchen wissen nicht, wem sie sich anvertrauen können, sie entfernen sich immer mehr voneinander, ihre Freundschaft droht zu zerbrechen.

Während in den bisherigen Teilen der Reihe immer wieder neue Rätsel und Geheimnisse ins Spiel gebracht wurden, konzentriert sich der vierte Teil darauf, endlich ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen und erste Knoten zu entwirren. So erfährt der Leser, was damals wirklich am Staudamm geschah, wie Dr. Wolff alias Wolfman ums Leben kam und  auch wieder neue Details aus der gemeinsamen Vergangenheit von Nick und Synnøve Viksveen. Eingeleitet von Song- Zitaten wird in gewohnt kurzen  Kapiteln zwischen Gegenwart, Vergangenheit und den Hauptprotagonisten gesprungen, so dass Seite um Seite die Zeit auf der Suche nach der Wahrheit verfliegt. Natürlich wartet Kjetil Johnson auch hier wieder mit falschen Fährten und Überraschungen auf. Ebenso lässt er dieses Mal den Leser daran Teil haben, wie Trines Mörder sich auf die Suche nach dem nächsten Opfer macht. Immer deutlicher kristallisiert sich heraus, dass die Morde miteinander in Verbindung stehen und mehr Leute Dreck am Stecken haben als anfangs zu erahnen war.

Geschickt versteht es Kjetil Johnson aufzuzeigen, wie sehr die Freundschaft der Mädchen belastet wird, wie sich um sie herum alles verändert und vor allem wie sie sich selbst verändern. Dazu greift er auch wieder stilistisch auf die Wiederholung einer Szene aus unterschiedlicher Perspektive zurück, allerdings deutlich reduzierter (und dadurch effektiver) als zu Anfang der Reihe. Die Probleme, die die Pubertät mit all ihren Veränderungen im Erleben der eigenen Gefühle und des eigenen Körpers mit sich bringt, werden unter der Belastung der Mordserie und der Verwicklung der Mädchen verstärkt und die Mädchen werden immer wieder Extremsituationen ausgesetzt, mit denen sie nicht nur oft hoffnungslos überfordert sind, sondern sich auch in Gefahr bringen. So ist die „Dark Village“-Reihe nicht nur ein virtuos gestrickter, atemberaubender Thriller, sondern auch eine interessante, wenn auch manchmal übertriebene Auseinandersetzung mit den Umwälzungen in der Pubertät und den Sorgen und Nöten Heranwachsender. Nach wie vor liegt hier das Hauptaugenmerk auf der sexuellen Entwicklung, was zwar stimmig in Bezug auf die Motive der Verdächtigen ist, jedoch für meinen Geschmack oft zu sehr überhand nimmt.

„Dark Village – Zurück von den Toten“ konnte meine Erwartungen erfüllen, einige Rätsel lösen, Knoten entwirren, einige wenige neue Fragen aufwerfen und vor allem auf ganzer Linie gut unterhalten. Mit dem neuen Mord, den es aufzuklären gilt und neuen Erkenntnissen über bisher scheinbar harmlose Figuren, bleibt mit Spannung abzuwarten, was der finale Teil „Zu Erde sollst du werden“, bereit hält.
© Tintenelfe

4 Tintenfässchen

Kjetil Johnsen: Dark Village – Zurück von den Toten (4)

Cover (c) Coppenrath VerlagBroschiert: 272 Seiten
Verlag: Coppenrath; Auflage: 1., Aufl. (März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3649613046
Alterempfehlung: Ab 16 Jahren
Preis: 9,95€

Die Reihe – Links zu den Rezensionen

1. Das Böse vergisst nie
2. Dreht euch nicht um
3. Niemand ist ohne Schuld
4. Zurück von den Toten
5. Zu Erde sollst du werden (April 2014)

Neu im Bücherregal

Dieses Mal gibt es bei den Neuzugängen nur einen geringen Zuwachs, worüber ich mich bei meiner derzeitigen Lesegeschwindigkeit fast schon freue. Dafür sind es aber besondere Schätzchen.
Wie immer führt Euch ein Klick auf das Cover auch auf die Verlagsseite.Logo Neu im Regal

Cover Das fremde Meer (c) Berlin Verlag Besonders gefreut habe ich mich über “Das fremde Meer” von Katharina Hartwell.

Ich hatte ja bei der Buchmesse das Vergnügen live bei der Verleihung des Phantastik-Preises “Seraph” dabei zu sein, wo Katharina Hartwell den Preis für das beste Debüt erhielt. Ich habe bereits angefangen zu lesen und bin begeistert von der berührenden Geschichte und der wunderbaren Erzählkunst, die hier geboten wird.

“Dieses Buch ist eine Reise: in die Salpêtrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als “Mobilien” durch die Stadt wandern; in die Geisterfabrik, wo Seelenfragmente zu Spiritografien verarbeitet werden… Zehn Kapitel, zehn mal die Geschichte von Marie und Jan.

Marie gehört zu den Menschen, die glauben, dass Katastrophen immer nur die treffen, die nicht auf sie vorbereitet sind. Sie rechnet darum stets mit dem Schlimmsten – und behält recht: Sie ist eine Außenseiterin, ängstlich, verzweifelt, meist stumm und voller Sehnsüchte. Womit sie nicht rechnet? Gerettet zu werden, von Jan, der so anders als sie selbst scheint.

Von ihm fühlt Marie sich gefunden. Doch ganz traut sie ihrem Glück nicht, denn sie weiß: »man kann alles trennen, teilen und spalten, sogar ein Atom«. Was haben Marie und ihre Geschichten dem Schicksal entgegen zu setzen? Kann die Literatur ein Leben retten? Kann sie erzählen, wofür es keine Worte gibt?” (Klappentext)

Danke an den Berlin-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Klammroth (c) Luebbe Dann erreichte mich überraschenderweise der Thriller “Klammroth” von Isa Grimm. (Ich liebe diesen Namen!)
Erinnert Ihr Euch an die merkwürdige Post, die ich an meinem Geburtstag erhielt und die mir nach der Sache mit dem weißen Kaninchen gleich Herzklopfen bescherte? Das hier ist das Buch, auf das der geheimnisvolle Brief aufmerksam machen wollte.

“Seit Jahren ist der uralte Tunnel stillgelegt. Doch etwas geht um in den Tiefen des Berges. Kinderstimmen wispern im Dunkel, und etwas regt sich in den Schatten.
Einst war Klammroth ein stiller Weinort am Fluss – bis eine Katastrophe die Idylle zerstörte.  Dutzende Kinder starben bei einem verheerenden Unfall im Tunnel, viele weitere wurden entstellt. Nun, sechzehn Jahre später, kehrt eine der Überlebenden nach Klammroth zurück: Anais hat die Qualen des Feuers noch nicht überwunden, als ihr Vater sie zu sich ruft.
Etwas Unerklärliches erscheint des Nachts vor den Fenstern. Gespenstisches geschieht – und jemand fordert neue Opfer.
Der Tunnel hat Anais nicht vergessen …”  (Klappentext © Bastei Lübbe)

Cover Das Rosie-Projekt (c) AtlantikverlagZum Schluss noch das einzige Buch, das ich zum Geburtstag bekommen habe. Danke, liebe Buchschätzerin, dass Du Dich getraut hast! Das Besondere an diesem Buch ist, dass ich es schon einmal hatte. Es fand sich in irgendeiner Tauschkiste an, die ich mal bekommen hatte. Das Buch sagte mir nichts und ich habe es dann folglich beim Tauschgnom vertauscht.

Seitdem begegnete mir dieses Buch immer wieder und ich habe mich schon längst geärgert, dass ich “84, Charing Cross Road” von Helene Hanff weggegeben habe. Nun hat es wieder Einzug ins Regal genommen und dieses Mal wird es unbedingt gelesen. Versprochen!

Nach allem, was ich bisher über dieses Buch weiß, geht es um einen Briefwechsel zwischen einem Antiquar und der Autorin, einer Büchernärrin mit Leib und Seele. In den Briefen dreht sich alles rund um Literatur, zunehmend erfährt man als Leser aber auch mehr über die Zeit nach dem 2. Weltkrieg, da die Briefe persönlicher werden.

Sieht doch ganz nach einem Muss für alle Bücherfans aus, oder?

Auslosung Jonathan Stroud: “Lockwood & Co.”

Cover Lockwood & Co. Band 1Vielen Dank fürs Mitmachen. Unter Euren liebsten Kinderbüchern finden sich vor allem die üblichen Klassiker, allen voran Enid Blyton, Astrid Lindgren und Michael Ende. Unser aktuelles Vorlesebuch ist gerade “Die unendliche Geschichte”, von der meine Kinder auch unendlich begeistert sind.

Aber Ihr wollt sicher erst mal wissen, wer die signierte Ausgabe von “Lockwood & Co. – Die seufzende Wendeltreppe” gewonnen hat.

 
Lose

Lostopf

Herzlichen Glückwunsch, Aki und allen anderen Danke fürs Mitmachen!

Schicke mir bitte Deine Postadresse per Mail!

Die nächste Verlosung wird es dann am Welttag des Buches geben.

Eure Tintenelfe

Internationaler Tag des Kinderbuches [Verlosung]

Seit 1967 wird am heutigen Geburtstag des dänischen Märchenerzählers Hans Christian Andersen der Internationale Tag des Kinderbuches begangen. Ausgerichtet wird der Tag  von der “International Board on Books for Young People” mit dem Ziel, Kindern einen leichteren Zugang zur (Kinderbuch)-Literatur zu verschaffen und die Verbreitung hochwertige Kinderliteratur zu erleichtern. Bei uns in Deutschland findet der Tag, anders als in Österreich, leider eher wenig Beachtung, dennoch möchte ich heute mit einer kleinen Aktion darauf aufmerksam machen.

Wie sehr man durch die Bücher seiner Kindheit beeinflusst wird, sehe ich nicht nur bei mir selber, sondern auch bei meinen Kindern. Man kennt es ja: Die lieben Kleinen wollen immer wieder dasselbe hören, können die Texte teilweise fast schon mitsprechen und merken sofort, wenn Mama oder Papa sich verliest oder gar etwas überspringt. Doch auch jetzt noch nehmen meine Mädchen immer wieder gern ihre “alten” Bücher zur Hand und lesen sie immer und immer wieder. Natürlich sind sie auch neuen Büchern gegenüber offen und warten so manches Mal sehnlich auf den Fortsetzungsband einer Reihe. Bei der Großen (10) ist das im Moment der siebte Teil der “Vier zauberhaften Schwestern” und bei der Kleinen (8) der 11 Band von “Mia and me”, eine Buchreihe, die so pink ist, dass selbst die Schriftfarbe vor den entsetzten Mama-Augen nicht Halt macht.

Für Eure Kinder (oder Euch :-)) gibt es heute ein signiertes Kinderbuch zu gewinnen.

Bei der Braunschweiger Lesung von Jonathan Stroud mit seinem aktuellen Buch “Lockwood & Co. – Die seufzende Wendeltreppe” im letzten Jahr (Bericht) nutzte ich die Chance, für euch ein Buch signieren zu lassen. Ich habe nur noch auf den Anlass gewartet, es verlosen zu können und welcher Anlass kann schöner sein als der Internationale Tag des Kinderbuches?!

Cover Lockwood & Co. Band 1signiert

Wie Ihr mitmachen könnt:

1. Schreibt mir einen Kommentar unter diesen Blogpost, in dem Ihr mir erzählt, welches Buch Eurer Kindheit Euch heute noch zum Lesen verführen kann!
2. Mitmachen kann, wer 18 Jahre alt ist bzw. das Einverständnis der Eltern hat.
3. Der Buchgewinn wird als Büchersendung nur an eine Adresse innerhalb Deutschlands versandt.
4. Teilnahmeschluss ist der 12. April. Die Auslosung erfolgt am 13. April und der Gewinner wird hier bekannt gegeben.

Das Gewinnspiel richtet sich ausschließlich an Leser dieses Blogs.

 

Ich bin gespannt auf Eure Kindheitsbücher und drücke allen die Daumen!

Die Tintenelfe

Thilo Corzilius: Dorn [Rezension]

Cover Dorn (c) Piper Verlag

Inhalt:
Ein Abenteuer voller Intrigen, Verrat und großer Schlachten: Dorn ist eine Welt, aus der die alte Magie längst entschwunden ist. Und auch das Eherne Reich, welches den Kontinent eint, ist im Zerfall begriffen. Als Markgraf Deckard von Falkenberg ein geheimnisvolles Elbenmädchen unter seinen Schutz stellt, ahnt er nicht, dass dieses etwas bei sich trägt, das sowohl die Rettung als auch den Untergang des Reiches bedeuten könnte. Und dass ihr dunkler Verfolger vor nichts zurückschrecken wird … (Klappentext © Piper Verlag)

Unglaublich aber wahr, Thilo Corzilius hat geschafft, was vielen Fantasy-Autoren unmöglich erscheint: Eine Geschichte voll Abenteuer, Magie und Schlachtgetümmel in einer gut ausgearbeiteten Welt in einem einzigen Buch zu erzählen. Dabei lehnt er, wie er selbst sagt, an die Welt Tolkiens an, ohne diese jedoch einfach abzukupfern. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Verhältnis von Elben und Menschen, denn die Menschen haben bei der Erschaffung des Ehernen Reiches die Elben zurückgedrängt und betrachten sie mit großem Misstrauen.

In einer Rahmenhandlung, die jeweils zu Beginn der drei Teile wieder aufgegriffen wird, trifft der Wirtsohn auf den Markgrafen Deckard, der bereit ist, dem Jungen seine Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte, die vom drohenden Untergang des Ehernen Reiches berichtet.
Mit seinem umsichtigen, rechtschaffenen Haupthelden Deckard, erschafft Corzilius einen grüblerischen Helden, der keiner sein will, der eher bescheiden ist und dennoch die Geschicke seines Reiches bestimmt. Ein wenig mehr Schwung hätte dem Markgrafen jedoch auch gut zu Gesicht gestanden, an dessen Seite treue Mitstreiter wie der Magier Lemander und der Hauptmann der Garde Hermelink stehen. Interessante Figuren sind auch Deckards Widersacher wie der machthungrige Markgraf Serion von Gamar, der kampferprobte Söldner Schekich sowie der geheimnisvolle Elb Linus. Bemerkenswert sind jedoch auch die starken Frauenfiguren wie die Elbin Lia und Ellyn, die Tochter Serions, die mir beide ausnehmend gut gefallen haben.

Neben den einprägsamen, unverwechselbaren Charakteren fällt auch die gut ausgearbeitete Welt auf, die einen soliden Hintergrund bietet, dem Leser jedoch nicht aufgedrängt wird. Wer es genauer wissen will, kann sich auf der Karte zu Beginn des Romans ein Bild vom Kontinent Dorn verschaffen.

Thilo Corzilius schreibt ausdrucksvoll und sprachlich ausgereift, und es war in erster Linie seine angenehme Erzählweise, die mich trotz einiger Längen im ersten Drittel weiterlesen ließ. Dann wurde es jedoch zunehmend spannend und ich konnte mich vollends von der Geschichte mitreißen lassen. Es gelingt dem Autor auch, “Dorn” wird zu einem guten, runden und sehr befriedigenden Abschluss zu bringen.

Wer also Lust auf einen soliden, klar umrissenen High-Fantasy-Roman mit tollen Charakteren und einer gut durchdachten Welt hat, ist mit “Dorn” bestens bedient.

© Tintenelfe

4 FaesschenThilo Corzilius: Dorn

Cover Dorn (c) Piper VerlagTaschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (10. Dezember 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492269427
ISBN-13: 978-3492269421
Preis: € 12,99 [D]

Leseprobe

Autorenseite

Neu im Bücherregal

Logo Neu im Regal

So eine Buchmesse kann alle guten Vorsätze ins Wanken bringen. Nicht nur, dass ich meine Wunschliste erweitert habe und gleich sechs Bücher mit nach Hause trug. Nein, es sind auch Rezensionsexemplare dabei. Ich konnte einfach nicht widerstehen!

Neu im März - Bücherstapel

Wie immer führt Euch ein Klick auf das Cover auch auf die Verlagsseite.

Cover Dark Village 4 (c) Coppenrath Verlag  Der vierte Teil der Thriller-Soap “Dark Village” aus dem Coppenrath-Verlag erreichte mich mit der Post. Wer die fünfteilige Reihe noch nicht kennt: Es handelt sich um eine Geschichte voller unerwarteter Wendungen rund um einen Mordfall an einem jungen Mädchen in einer norwegischen Kleinstadt.

Danke an den Coppenrath-Verlag für das Rezensionsexemplar!

1. Das Böse vergisst nie
2. Dreht euch nicht um
3. Niemand ist ohne Schuld
4. Zurück von den Toten
5. Zu Erde sollst du werden (April 2014)

Alisik (c) Carlsen Verlag  “Alisik – Herbst” ist eigentlich mehr zufällig bei mir eingezogen. Das Gespräch auf der Leipziger Buchmesse mit dem Carlsen Verlag drehte sich plötzlich um Comics. Der letzte Comic (heute würde man wahrscheinlich Graphic Novel dazu sagen), den ich mit Begeisterung verschlungen habe, war die Reihe “Der rote Falke”. Wie ich festgestellt habe, sind einige Bände davon inzwischen neu aufgelegt worden.

“Alisik” macht auf mich einen düster-romantischen ersten Eindruck und wie ich gerade festestellen konnte, gibt es zur Zeit eine Blogtour zum dritten Teil der vierbändigen Reihe.
Auf der Seite des Carlsen Verlages findet man auch viele Zusatz-Infos rund ums Buch, die Charaktere und einen stimmungsvollen Trailer.

Cover Phantasmen (c) Carlsen Verlag  Ebenfalls im Carlsen Verlag erschienen ist Kai Meyers neuester Roman “Phantasmen“, der auf Blogs und in den sozialen Netzwerken bereits von sich reden macht. Dieses Mal geht es um Geister und ich habe auf der Buchmesse schon gehört, dass es sehr stimmungsvoll und beklemmend sein soll. Ich selber habe es ja nicht zur Lesung geschafft, aber dafür konnte ich das Buch zumindest noch signieren lassen.

Cover Wie Monde so silbern (c) Carlsen Verlag  “Wie Monde so silbern” von Marissa Meyer ist der erste Teil der Luna-Chroniken, eine Reihe, die sich der Grimmschen Märchen annimmt und sie in einer hochtechnisierten Zukunft neu aufleben lässt. Als Märchenfan habe ich natürlich schon länger mit der Reihe geliebäugelt, deren zweiter Teil “Wie Blut so rot” bereits erschienen ist.

Umso mehr freute ich mich natürlich, das Buch auf der Messe in die Hand gedrückt bekommen zu haben.

Cover So finster, so kalt (c) Droemer Knaur Verlag Märchenhaft geht es auch in Diana Menschigs neuem Roman “So finster, so kalt” zu. Eine Messeentdeckung, die mich ganz besonders freute. Nicht nur, weil es um Märchen geht, sondern weil ich ihren Roman “Hüter der Worte” (Rezension) bereits erfreulich ideenreich und anregend fand.

Die Lesung auf der Buchmesse hat auf jeden Fall schon neugierig gemacht und vielleicht wird es ja ein Lesekreisbuch? Immerhin haben zwei von uns schon ganz interessiert geguckt.

Der dunkle Kuss der Sterne (c) Random House Verlag / CBJ Ein echter Spontankauf war der neue Roman von Nina Blazon “Der dunkle Kuss der Sterne”.
Ich lese die Autorin schon seit vielen Jahren sehr gern, sowohl ihre Fantasy Bücher als auch die historischen Jugendromane. Bei “Der dunkle Kuss der Sterne” handelt es sich wieder um Fantasy für Jugendliche.

Abgründig (c) Loewe Verlag / CBJ  Thriller sind ja nicht so meins und auch wenn meine Freundin Manu mir von Fitzek, Strobel und Co. vorschwärmt, so habe ich es zwar schon mal in eine Lesung geschafft, aber noch nie ein Buch der genannten gelesen.
Jetzt ist mit “Abgründig” Arno Strobles erster Thriller für Jugendliche erschienen, was mich Hasenfuß dazu veranlasst hat, nicht nur zu seiner Premierenlesung auf der Leipziger Buchmesse zu gehen, sondern mir auch gleich ein Exemplar zu kaufen und signieren zu lassen. Ich bin sehr gespannt, ob mich der Lieblingsautor meiner Freundin überzeugen kann.

Cover Mein Bauernhof - Baby Pixi (c) Carlsen Verlag Zuletzt muss ich Euch unbedingt noch dieses süße Baby-Pixi-Buch zeigen, dass ich für mein Purzelchen bekommen habe. Das ist nicht irgendein Pixibuch, nein, das ist unkaputtbar. Man kann es ansabbern, zerbeißen, daran herumreißen… Naja, das lass ich wohl dann lieber das Purzelchen ausprobieren. Sehr gut gefällt mir, dass auf jeder Seite nur ein Bild ist, genau richtig, um die ersten Worte zu üben und die Kleinen an die Welt der Bücher heranzuführen.
Ja, ich weiß,  ich hab’s mal wieder zu eilig.
Trotzdem herzlichen Dank an den Carlsen Verlag!

Sonderbare Geburtstagspost

Zwischen den üblichen Geburtstagskarten von Oma, Opa, anderen Verwandten und lieben Freunden lag dieses Mal an meinem Geburtstag noch ein ganz anderer Brief im Kasten, adressiert an den Tintenhain. Während ich noch überlegte, wer denn wissen könnte, wann ich Geburtstag habe, riss ich den Brief auf und heraus purzelten ein handgeschriebener Briefbogen und ein Zettel mit einer Einladung zu einer Buchvorstellung in – Amsterdam. Die war allerdings schon am Vortag.

Im Brief war die Rede von einem Spiel namens Ingress, was eine Kombination aus Geocaching und Risiko sei – mit dem Slogan “It’s time to move”. Nach der Sache mit dem weißen Kaninchen rutschte mir gleich erst mal das Herz in die Hose. War es doch noch nicht vorbei? Den Rest des Inhalts, bei dem es um ein abgebranntes Haus und jemanden namens Theodora, die in den Flammen umgekommen ist, konnte ich gar nicht mehr richtig verarbeiten. Ich nahm nur noch die Worte “Rotlichtviertel von Amsterdam”, “Prostituierte” und “Rinderbeinknochen schrubben” wahr. – Und ob ich vorbei kommen wolle.
Nein, ganz sicher nicht! Wer war überhaupt diese Anais und was verdammt noch mal wollte sie? Ein Blick auf den Poststempel verriet, dass der Brief tatsächlich aus Amsterdam kam. Die Schnittstelle zum ARG “Memiana” erschloss sich mir dennoch nicht.

Klammroth - Brief

Am Nachmittag im Kreise meiner Freunde bei einer gemütlichen Teatime mit Scones und Sandwiches nahm ich den Brief noch einmal in die Hand und las ihn vor. Imke war dann so schlau, mal ganz unten den aufgedruckten Text zu lesen: Der Brief kam von der Agentur text & Argumente. Ja, von denen hatte ich schon mal gehört!

Als ich mich nun noch mal ohne schrillende Alarmglocken mit dem Schreiben auseinandersetzte, war dann auch schnell klar, dass es sich um eine Werbeaktion für “Klammroth” von Isa Grimm, den neuen Thriller von Bastei Lübbe. Der Name der Autorin, der sicher ein Pseudonym ist, klingt allerdings eher schon wieder märchenhaft. So ist die Autorin laut Verlagsinfo auch Expertin für Gespensterbücher des 18. Jahrhunderts.

Für alle, die jetzt genauso neugierig geworden sind wie ich, hier noch Infos zum Inhalt des Buches!

Cover <<Klammroth>>Inhalt:
Seit Jahren ist der uralte Tunnel stillgelegt. Doch etwas geht um in den Tiefen des Berges. Kinderstimmen wispern im Dunkel, und etwas regt sich in den Schatten.
Einst war Klammroth ein stiller Weinort am Fluss – bis eine Katastrophe die Idylle zerstörte.  Dutzende Kinder starben bei einem verheerenden Unfall im Tunnel, viele weitere wurden entstellt. Nun, sechzehn Jahre später, kehrt eine der Überlebenden nach Klammroth zurück: Anais hat die Qualen des Feuers noch nicht überwunden, als ihr Vater sie zu sich ruft.
Etwas Unerklärliches erscheint des Nachts vor den Fenstern. Gespenstisches geschieht – und jemand fordert neue Opfer.
Der Tunnel hat Anais nicht vergessen …  (Klappentext © Bastei Lübbe)

www.klammroth.com

Anne Hertz: Die Sache mit meiner Schwester [Rezension]

Cover Die Sache mit meiner Schwester (c) Piper Verlag

Inhalt:

Nele und Heike sind Schwestern und schreiben gemeinsam sehr erfolgreich als “Sanne Gold” Frauenromane. Während sie ihren Fans und den Medien vorgaukeln, ein Herz und eine Seele zu sein, ist jedoch nichts wie es scheint. Nele und Heike, die komplett verschiedene Lebensentwürfe haben, haben einander nicht mehr viel zu sagen: Inzwischen schreibt ein Ghostwriter ihre Romane. Bei einer Fernsehshow kommt es zum Eklat. Neles derzeitiger (verheirateter) Freund Niklas hat sich verplappert und seine Frau ruft in der Show an und lässt die Bombe platzen. Damit gerät nicht nur Neles Welt aus den Fugen, denn auf dem Heimweg geraten die beiden Schwestern streitend unter die Räder eines LKWs.

Wer das Autorenduo Anne Hertz, alias Wiebke Lorenz und Frauke Scheunemann bereits kennt, stößt in diesem Buch auf Vieles, das autobiographisch anmutet. So kommt man als Leser nicht drumherum, zu überlegen, was aus dem wahren Leben in den Roman eingeflossen sein könnte. Zu ähnlich erscheinen die beiden Protagonistinnen den beiden Autorinnen. Anders als in den bisherigen Romanen von Anne Hertz, bei denen immer eine Mittdreißigerin auf der unterhaltsamen Suche nach Mister Right ist, stehen hier die beiden Schwestern im Mittelpunkt, auch wenn es am Rande eine kleine Romanze gibt.

Mit Tagebucheinträgen von Nele und Heike wird rückblickend geschildert, wie sehr sich die Beziehung der beiden zueinander geändert hat. Ansonsten wird aus der Sicht Neles beschrieben, wie sie mit viel Humor und Augenzwinkern versucht, mit der neuen Lebenssituation klar zu kommen. Die Schilderung der Schwesternbeziehung ist dabei geglückt und in ihrer Entwicklung nachvollziehbar. Zwar dachte ich bei Heikes Sauberkeitswahn zunächst, dass er vollkommen übertrieben dargestellt wird, was sich aber später relativiert.

Der Roman ist gewohnt leichtgängig und humorvoll und liest sich in einem Stück weg. Mir hat es gefallen, dass “Die Sache mit meiner Schwester” anders als seine Vorgänger ist, vielleicht sogar ein bisschen “erwachsener. Nur das Ende wirkte so als hätten die Autorinnen mal schnell zum Schluss kommen müssen.

© Tintenelfe4 Faesschen

Anne Hertz: Die Sache mit meiner Schwester

Cover Die Sache mit meiner Schwester (c) Piper VerlagGebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Pendo (Piper Verlag) (10. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866123639
ISBN-13: 978-3866123632
Preis: € 14,99 [D]

Autorenseite

weitere Rezension im Tintenhain

Meine Buchmesse 2014 [Bericht Tag 2]

Programm LBM14Am zweiten Tag der Messe war mein Tag schon vorher komplett durchgeplant. Ich konnte es einfach nicht lassen, das Programm mit vielen bunten Markern zu verzieren und bin dann doch von einer Lesung zur anderen gelaufen. Zwischendurch habe ich mich mit der bezaubernden Kathrina Gruyters vom Carlsen Verlag getroffen, die mir die neuesten Titel präsentierte und meinem Purzelchen ein total süßes, unkaputtbares Baby-Pixi schenkte. Nach dem Besuch am Carlsen-Stand kann ich es sowieso kaum erwarten, dass das Purzelchen ins Bilderbuchalter kommt. Während ich in Jugend-, Kinder- und Babybüchern schwelgen konnte, musste sich mein armer Mann mit lauter Mädchen im Teenager-Alter bei Nina Blazon zur Signierstunde anstellen. Er hat es aber tapfer überstanden.

Begonnen hat mein Messetag allerdings auf der Fantasy-Leseinsel, wo ich mich schon auf Diana Menschig freuen konnte. Nach “Hüter der Worte” (Rezension), erscheint in den nächsten Tagen ihr aktueller, märchenhafter Fantasyroman „So finster, so kalt“. Die Entstehungsgeschichte des Romans lässt sich auf ihrer Homepage nachlesen. Ich freue mich riesig auf das Buch. Mein Buch ist das dritte signierte Exemplar – ob das eine magische Bedeutung hat?
Diana Menschig Lesung Diana Menschig signiert Diana Menschig signiert 2

Dann traf ich Jordis Lank am Stand des Verlagshauses El Gato. Sie bereitete sich gerade auf die Lesung zu ihrer Raukland-Trilogie vor. Erfreulicherweise las sie auf der Fantasy-Leseinsel aus dem ersten Band “Rauklands Sohn”, auch wenn der zweite Band “Rauklands Blut” bereits erschienen ist. Der dritte Teil erscheint im April.
Jordis Lank

Kai Meyer las später auf der Fantasy-Insel aus seinem neuen Roman “Phantasmen“, der geisterhaften Grusel verspricht. Leider habe ich es nicht zur proppenvollen Lesung geschafft, dafür stand ich aber mit der netten Bloggerin Vicky von  TrollMuttis Bücherwelt in der Signierschlange.

Am Stand des Loewe-Verlags traf ich dann auf Arno Strobel, der mir auch gleich bei einem netten Gespräch mein neu erworbenes Exemplar von “Abgründig” signierte. Ich habe nämlich ganz, ganz fest vor, endlich mal was von ihm zu lesen und dachte, mit einem Jugendthriller kann ich Hasenfuß ja nicht allzu viel falsch machen. (Meine Freundin Manu findet seine Bücher nämlich so toll, dass ich langsam das Gefühl bekomme, mir entgeht da etwas Entscheidendes.)
Natürlich habe ich auch anschließend noch die Lesung besucht, bei der allerdings die anwesenden Jugendlichen mehr gequatscht als zugehört haben, so dass es etwas anstrengend war. Dort habe ich auch einige Blogger getroffen, unter anderem die “Vielleserin” Marie.
LBM - Arno Strobel

Ganz gespannt war ich auch auf die Lesung von Tom Grote mit seinem Roman “Wolfsburg! Ein Liebesroman“. Ich musste doch unbedingt wissen, was so liebenswert an Wolfsburg ist. Es ist… die Liebe! Tom Grote zog vor ca. vier Jahren der Liebe wegen in die VW-Stadt und hat inzwischen doch auch so manche liebenswerte Seite an der Stadt, in der sich alles um VW dreht, entdecken können. Das Buch muss ich unbedingt lesen, schließlich hat Wolfsburg doch auch Einfluss auf meine Wahlheimatstadt Braunschweig. Das geht schon bei den Schließzeiten des Kindergartens los.
LBM14 - Tom Grote

Das Interview mit Stefan Bachmann, der gerade seinen phantastischen Roman “Die Seltsamen” bei Diogenes veröffentlicht hat, konnte ich leider nicht komplett genießen. Der Zeitplan war einfach zu dicht und stehen konnte ich auch kaum noch. Immerhin bekam ich soviel mit, dass der junge Autor mich auf sein Buch neugierig machen konnte. Es war sehr interessant zu hören, wie das Buch entstand und welche Einflüsse dabei eine Rolle spielten. Demnächst wird er “Die Seltsamen” auf einer Lesereise vorstellen. Dabei wird er auf Deutsch lesen, was ihm sein eigenes Buch, fast schon wie ein fremdes erscheinen lässt. Stefan Bachmann lebt in der Schweiz, sieht sich selbst aber als Amerikaner.
LBM14 - Stefan Bachmann

Ein wirkliches Highlight gab es noch zum Schluss mit dem Bloggertreffen von Randomhouse. Man konnte sich dort mit vielen Verlagsmitarbeitern und Autoren unterhalten, aber vor allem endlich auch mal bisher nur virtuell bekannte Blogger wie zum Beispiel Christian und Mandy von Buchblog um die Ecke live treffen. Ganz besonders gefreut habe ich mich über die Buchstabenfängerin Stephanie und das Schnuffelchen Kathleen! Es ist ist toll, dass ich Euch mal drücken konnte. Ihr seid genauso, wie ich mir Euch vorgestellt habe!

Außerdem traf ich Kathrin Lange, Zoë Beck und Tom Grote. Man merkte Zoë zwar an, dass dieser Rummel mit vielen Menschen so gar nicht ihrs war, aber sie nahm es mit Humor und ich fand das Gespräch sehr nett. Mein einziges wirkliches Lesevorhaben für dieses Jahr lautet ja “In diesem Jahr lese ich endlich was von Zoë Beck!” und ich denke, das war jetzt der Anstupser. Die Frau ist so bezaubernd, wie sehr müssen es dann ihre Bücher sein?!
LBM14 - mit Zoe Beck und Schnuffelchen
Nach diesem erfüllenden Tag ging es dann nach Hause. Die Kinder waren noch wach und freuten sich über das signierte Buch von Timo Parvela und die “Warrior Cats”-Buttons. Die Große begann gleich, in dem Ella-Buch zu lesen.

Was ich außer vielen Eindrücken, Begegnungen mit tollen Menschen und unvergesslichen Erlebnissen von der Messe mitgebracht habe. erfahrt ihr in den nächsten “Neuzugängen”.

Den Bericht zum ersten Tag findet Ihr hier.

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