Anthony Horowitz: Das Geheimnis des weißen Bandes [Rezension]

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Lange war er unter Verschluss – der Bericht Dr. Watsons über „Das Geheimnis des weißen Bandes“. Zu heikel ist dieser Fall, der, sollte er an die Öffentlichkeit geraten, die britische Gesellschaft aufs Tiefste erschüttern würde.

Doch nun, hundert Jahre später, wird das Manuskript veröffentlicht:

Wie gewöhnlich zu Beginn eines neuen Falles befinden sich Sherlock Holmes und Dr. Watson in der Baker Street 221b als ein Besucher um Hilfe bittet. Er fühlt sich verfolgt und bedroht von einem Mann mit einer Schiebermütze, den er von früher zu erkennen glaubt und der der einzige Überlebende einer Verbrecherbande ist. Holmes und Watson setzen sich auf die Spur des Unbekannten und geraten in ein Abenteuer, das nicht nur Holmes‘ Leben in Gefahr bringt.

Anthony Horowitz ist mit seinem neuen Roman ein Wagnis eingegangen, kann jedoch seinem Meister Arthur Conan Doyle das Wasser reichen. Dies gelingt ihm nicht zuletzt dadurch, dass er versucht, möglichst authentisch am Original zu bleiben. So werden vorangegangene Fälle geschickt eingebaut und viele Bezüge zum Leben der beiden literarischen Gestalten hergestellt. Dabei geht Horowitz zum Teil eigene Wege und bescheinigt Holmes Mitgefühl mit den Straßenjungen und Watson neue Erkenntnisse zum genialsten Verbrecher des Doyleschen Universums.

Horowitz passt sich auch sprachlich hervorragend an und versteht es, das viktorianische London mit seinen Gaslampen, Kutschen und der düsteren Atmosphäre der Gassen bei Nacht zum Leben zu erwecken.

Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen und ich bedauere, dass aufgrund Horowitz‘ Kunstgriff des verschlossenen Dokumentes nicht noch ein weiterer Teil folgen kann. Es wäre zumindest sehr unglaubwürdig.

©Tintenelfe

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