Susanne Rauchhaus: Die Messertänzerin [Rezension]

Die Messertänzerin
5

 

Divya wächst als Dienerin in einer Schule für Mädchen aus gutem Hause auf. Sie ist überzeugt davon, dass auch sie, sobald sie ihren zwölften Geburtstag feiert, in den Genuss einer Ausbildung zur Tana kommen wird. Heimlich übt sie bereits die eleganten Tänze, die sie beobachtet, wann immer sie kann. Doch als es soweit ist, erfährt sie enttäuscht, dass sie immer eine Dienerin sein wird. Doch Divya glaubt aufgrund einer Prophezeiung eines „Lichtes“, weiter lernen zu müssen, wenn ihr Leben einen anderen Verlauf nehmen soll. Als sie eines Nachts wieder auf dem Dach des Hauses ihre Tänze übt, wird sie Zeugin eines Einbruchs. Daraufhin wird der Sujim Tajan an der Schule stationiert und eröffnet Divya in ihrer Begierde, zu lernen, ganz neue Möglichkeiten. Divya lernt nicht nun nicht nur zu Kämpfen wie ein Mann, sondern erfährt auch, was außerhalb der Mauern der Schule vor sich geht…

Eigentlich wollte ich dieses Buch gar nicht lesen. Der Klappentext hat mich nicht besonders angesprochen, aber da ich es für eine Leserunde kaufen sollte, konnte ich es genauso gut auch gleich lesen. Mit dem Prolog zupfte das Buch an den Saiten meiner Neugier. Wer war diese geheimnisvolle Tänzerin und warum verübte sie einen Mordanschlag auf den Ehemann der besten Freundin? Seite um Seite lernte ich Divya kennen, erfuhr von ihren Nöten, Wünschen und Träumen. Schon bald war ich gefesselt und stellte ständig Spekulationen an, wer denn nun der Ehemann aus dem Prolog sein könnte. Gleichzeitig fragte ich mich mit Divya, woher sie stammte und wer diese Eltern sein konnten, die ihr vierjähriges Kind als Dienerin verkauften.
Das Buch ist flüssig geschrieben, die Einteilung in Kapitel habe ich in meinem Lesefluss kaum wahrgenommen. Angenehm fiel mir auf, dass die Autorin sich nicht lange bei der Beschreibung ihrer Fantasywelt aufhält, sondern den Leser beim Lesen selbst Gesellschaftsstrukturen, Landschaft und Besonderheiten erfahren lässt.
Ich freue mich im Nachhinein sehr, dass dieses Buch das Wunschleihbuch des Jahres 2012 geworden ist und freue mich auf ein nächstes Buch von Susanne Rauchhaus, auch wenn ich mir keine Fortsetzung wünsche. Es ist einfach zu selten, dass ein Fantasyroman als Stand-Alone erscheint.

©Tintenelfe

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