Karen Duve: Regenroman [Rezension]

duve
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Leon, ein von sich überzeugter Dichter und Schriftsteller, kauft sich mit seiner jungen Frau Martina ein Haus in einem Moorgebiet Ostdeutschlands, um dort in aller Ruhe die Biographie des Boxers und Zuhälters Pfitzner zu schreiben. Doch nichts entwickelt sich so, wie es sollte. Der anhaltende Dauerregen zieht sich nicht nur ins Gemäuer des Hauses, sondern zerstört auch nach und nach die brüchigen Fundamente, auf denen Leon und Martina ihrer Beziehungen bauen.

Duve erzählt den Roman mit Witz und Ironie und verschont den Leser auch nicht vor bildhaft beschriebenen Gewalt- und Ekelszenen. Plätschert der Roman zu Beginn noch wie der Dauerregen dahin, so nimmt er im letzten Drittel an Fahrt auf und ergießt sich in einer Sintflut, die alles hinweg spült. Die Charaktere haben meiner Meinung nach wenig Tiefgang und sind eher stereotyp, beim Lesen empfand ich rein gar nichts für die Personen, nicht einmal Mitleid.
Ein Buch, das man nicht unbedingt gelesen haben muss, das aber durchaus Diskussionspotential birgt.

©Tintenelfe

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