Jeanine Krock: „Licht und Schatten“ – Reihe [Rezension]

Zu Weihnachten bekam ich den dritten Band der Reihe geschenkt und nachdem Jeanine Krock mir sagte, dass es gut wäre, sie in der richtigen Reihenfolge zu lesen, besorgte ich mir auch die beiden vorhergehenden Bände. „Der Venuspakt“ hatte ich bereits 2008 schon einmal gelesen, konnte mich aber nicht an die Handlung erinnern. Ich muss auch zugeben, dass ich beim Lesen zwar schon das Gefühl hatte, das Buch zu kennen, jedoch beim besten Willen nicht mehr hätte sagen können, was als nächstes passiert und wer die handelnden Personen sind.

Der Venuspakt
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Venuspakt

„Der Venuspakt“ beginnt damit, dass Nuriya, ein Feenkind, das seine Herkunft verleugnet, in seine Heimatstadt zurückkehrt, um dort der Schwester im Buchladen der Tante zu helfen. Schon bald begegnet sie dem Vampirkrieger Kieran, der wie alle seine Stammesgenossen Ausschau nach der „Auserwählten“ des Venuspaktes zwischen Feen und Vampiren hält. Als Kieran und Nuriya einander begegnen, ahnt keiner von beiden, dass Nuriya die Auserwählte ist und sie sich schon bald gemeinsam gegen die Gegner des Venuspaktes behaupten müssen.

Das Buch lässt sich gut lesen, auch wenn die Szenenwechsel nicht immer gelungen sind und die Charaktere sehr stereotyp sind. Die Geschichte birgt leider auch keine Überraschungen und reiht sich in die „wunderschöne Frau verliebt sich in hartgesottenen, gefährlichen Vampirkrieger und dieser wird in ihren zärtlichen Händen butterweich“-Vampirliteratur á la J.R.Ward und Lara Adrian ein. Allerdings fehlt dem Roman noch ein wenig der richtige Schliff.

Die Sternseherin
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Sternseherin

Schon besser gefiel mir dann der zweite Teil der Reihe „Die Sternseherin“:
Estelle, die jüngere Schwester von Nuriya aus „Der Venuspakt“, soll zu ihrem eigenen Schutz von Paris nach Edinburgh ziehen. Mit ihrer neuen Mitbewohnerin Manon versteht sie sich blendend und dank der Kreditkarte des ungeliebten Schwagers Kieran kann sie es sich gut gehen lassen. Auf ihre Schwester und deren Mann ist sie überhaupt nicht gut zu sprechen, allein aufgrund der Tatsache, dass diese Vampire sind und mit Vampiren kann sie nichts anfangen, ja fürchtet sie sogar. Umso angenehmer findet sie es als sie Julen begegnet, bei dem sie nicht die dunkle Aura der Vampire erfühlen kann, der jedoch auch ein magisches Wesen wie sie selbst ist. Aber auch den etwas verstaubt wirkenden Bibliothekar und Buchhändler Asher findet Estelle erstaunlich anziehend, nicht ahnend, dass dieser der Bruder Kierans ist. Julen, der großes Interesse an Estelles Fähigkeiten hat, zieht sie schon bald in seine Suche nach einem magischen Buch hinein und bringt sie damit in große Gefahr.

Sehr angenehm fand ich in diesem Teil, dass hier nicht eine wunderschöne Frau, nach der sich sämtliche Männer umdrehen, ständig an ihrem Aussehen herumnörgelt. Ich glaube, dann hätte ich das Buch auch abgebrochen. Mit Estelle konnte ich dann wohl auch mehr anfangen als mit Nuriya. Ich habe mich auch darüber gefreut, bei Estelle eine Entwicklung zu beobachten. Das Städte-Hopping hat mich etwas gestört, mir war auch nicht ganz klar, wozu das gut sein sollte. Am Ende wirkte es fast so, als müsse jede Szene noch schnell in einer anderen Metropole spielen, die Wechsel wurden immer schneller.
Das Buch lässt sich ansonsten so wie der erste Teil gut weglesen und wenn man sich nicht zu viele Gedanken über Aufbau und Plot macht, ist es eine nette Abwechslung und leichte Lektüre für zwischendurch. Die Charaktere sind sympathisch, wenn auch nicht immer ganz glaubhaft. Warum das Buch „Die Sternseherin“ heißt, hat sich mir allerdings nicht erschlossen, vielleicht habe ich da etwas übersehen. Oder vielleicht war es auch nur eine weitere Anspielung neben „Sternchen“, „Augenstern“ etc. (das war ziemlich nervig) auf Estelles Namen.

Der Blutkristall
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Blutkristall
Dann endlich konnte ich „Der Blutkristall“ lesen. Anfangs mit wenig Enthusiasmus, dann aber doch immer mehr von der Handlung gefangen.
Der Blutkristall ist ein Erbstück der Familie Causantín, zu der neben den bereits aus den Vorgängerbänden bekannten Brüdern Kieran und Asher auch Vivianne, eine geborene Vampirin stammt. Vivianne, deren Abstammungsgeheimnis streng gehütet wird, ist die Hüterin des wertvollen magischen Kristalls und als dieser gestohlen wird, nimmt sie die Hilfe des ihr zunächst eher unsympathischen Vampirs an, um ihre Brüder nicht über den Verlust informieren zu müssen. Die Suche führt die beiden nach Berlin, wo ein selbstherrlicher Statthalter das Zepter schwingt und die Regeln der vampirischen Gesellschaft aus den Angeln gehoben werden.

Der dritte Band der Reihe hat mir trotz meiner anfänglichen Skepsis soviel Spaß gemacht, dass ich mir überlegen werde, im Herbst auch noch den vierten Teil zu lesen. Zwar waren mir die Figuren nicht übermäßig sympathisch, geschweige denn dass ich mich mit einer identifizieren konnte, jedoch kann ich ihnen eine gewisse Faszination nicht abstreiten und oft sind ja die unsympathischen noch die interessantesten. Der Handlungsaufbau war wunderbar stringent und passte zur einfachen Lesbarkeit des Textes.

Ich freue mich, bei Jeanine Krock entdecken zu können, wie eine Autorin sich weiter entwickelt. Ich freue mich auf jeden Fall auf mehr von ihr. Ein vierter Band soll ja im kommenden Herbst bei LYX erscheinen.

Nachtrag: Wie ich gerade erfahren habe, ist der vierte Teil „Feenorakel“ bereits bei Ubooks erschienen.

©Tintenelfe

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4 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. bookeroo2012
    Nov 18, 2013 @ 20:28:01

    danke für die schöne rezension… ich bin gerade auf der suche nach büchern aus dem verlag und bin völlig verloren und unentschlossen für was ich mich entscheiden soll..

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