Sara Elfgren und Mats Strandberg: Zirkel (1) [Rezension]

5faesschen
(c) Dressler-Verlag

In dem ehemaligen Bergarbeiterstädtchen Engelsfors liegt der Hund begraben, es herrscht hohe Arbeitslosigkeit und viele Jugendliche ersehnen ihren Schulabschluss herbei, um der Enge der Kleinstadt zu entfliehen. Doch als Elias wie ferngesteuert Selbstmord begeht, gerät für sechs Mädchen die Welt aus den Fugen. In einer Mondnacht finden sie von einer übernatürliche Macht getrieben in einem Park zusammen und erfahren, dass sie auserwählt sind und über besondere Kräfte verfügen, um dem Bösen, das in Engelsfors Einzug hält, die Stirn zu bieten. Vanessa, Ida, Minoo, Anna-Karin, Rebecka und Linnéa und kennen einander kaum und sind so unterschiedlich, dass ihnen eine Zusammenarbeit geradezu unmöglich erscheint. Doch das Böse wartet nicht und während bereits von einem Selbstmordpakt die Rede ist, stellen die Mädchen fest, dass sie ihre Streitigkeiten über Bord werfen müssen, wenn sie dem unbekannten Feind die Stirn bieten wollen.

„Das musst Du lesen, das ist bestimmt was für Dich“, sagte mir eine Freundin aus dem Lesekreis und brachte mir „Zirkel“ von dem schwedischen Autoren-Duo Sara Elfgren und Mats Strandberg mit. Recht hatte sie.
Kaum hatte ich das Buch begonnen zu lesen, war ich schon mittendrin in Engelsfors, gefangen von den Ereignissen und begierig die Mädchen und ihre privaten Hintergründe besser kennen zu lernen. Der Schreibstil ist flott und packend, die Geschichte fesselnd und die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Der soziale Background der Mädchen ist sehr verschieden und gibt einen Einblick in die kleinstädtische Gesellschaft Engelsfors’. Jede hat ihr eigenes Päckchen zu tragen: Linnéas Vater ist ein stadtbekannter Trinker, Rebecka leidet unter Essstörungen, Anna-Karin wird Zeit ihres Lebens gemobbt und wäre am liebsten unsichtbar, und auch Vanessa, Minoo und Ida haben Probleme, die sie mit niemandem teilen wollen. Sie lernen ihre magischen Fähigkeiten kennen und einzusetzen, doch nicht alle sind davon begeistert und Minoo zweifelt, ob sie überhaupt dazu gehört als sie an sich nichts Magisches entdecken kann.

Die unterschiedlichen Blickwinkel in der Erzählweise bringen gut den Unterschied von Fremd- und Selbstbild zum Tragen und ermöglichen es dem Leser, sich mit den Mädchen zu identifizieren und Verständnis für ihre Handlungen aufzubringen.
Zwar überwiegen für mich persönlich die kleinen „Sozialstudien“, dennoch kommen Mystik, Hexenkunst und Zauberei nicht zu kurz.
„Zirkel“ ist ein toller Auftakt zu einer fantastischen Trilogie für jugendliche Leser und ich erwarte mit Spannung die Fortsetzungen „Feuer“ und „Schlüssel“, die im März 2013 und 2014 erscheinen sollen.

© Tintenelfe

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  1. Trackback: Rezension: Feuer (Sara B. Elfgren, Mats Strandberg) | Tintenhain

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