Tintenspritzer: Liebe mit beschränkter Haftung (Jana Voosen)

Hier kommt mein erster Tintenspritzer, so werde meine Kurzrezis nennen, die hier in Zukunft öfter erscheinen sollen. Zeitlich ist im Moment leider nicht mehr drin, aber vielleicht entdeckt Ihr so ja doch den einen oder anderen Lesetipp.

(c) Heyne Verlag
Klappentext:

Mia Sommer (36) ist eine unverbesserliche Romantikerin, liebt kitschige Liebesfilme und schleicht sich auch schon mal in eine fremde Hochzeit ein. Doch frisch verlassen kommt sie ins Grübeln. Was, wenn es sie gar nicht gibt, die große Liebe? Wie lange kann sie ihren Mutterinstinkt noch an Freunden und ihrem Jack-Russel-Terrier Idefix ausleben? Die kleine, fiese biologische Uhr tickt. Kurz entschlossen startet Mia ihr neues Lebenskonzept: Familie: Ja! Liebe: Nein! Kann das gut gehen?

Meine Meinung:

Jana Voosen tut richtig gut, wenn man sich einfach mal nach einem anstrengenden Tag entspannen möchte. Man verbringt ein wenig Zeit mit netten, meist witzig-spritzigen Leuten, die dann aber doch wieder in ihren Probleme schwelgen und gern alles anders machen wollen, aber nicht wissen, wie und in denen man sich auch immer ein bisschen selbst erkennen kann. Man kann lachen, ein wenig in Herzschmerz und Liebesglück baden, und das Buch nach kurzer Zeit schon wieder zuklappen und sich über den nett verbrachten Abend freuen.

Auch „Liebe mit beschränkter Haftung“ kommt kurzweilig daher, liest sich schnell und macht einfach Spaß. Die Geschichte ist leicht erzählt, die Figuren mal mehr mal weniger authentisch, manchmal eher schon überzeichnet. Aber irgendwie mag man sie dann doch – für die Dauer des Buches.

Und hier gibt es noch meine Lieblingsstelle, weil es mir mit ebenfalls 36 Jahren gerade selbst passiert ist und ich genauso verwundert war:

„Denn dort, ganz oben auf dem Kopf, entdecke ich ein einzelnes schlohweißes Haar. Vorsichtig taste ich danach und ziehe probeweise daran. Noch hoffe ich, dass es nicht zu mir gehört…. Aber das Haar sitzt bombenfest. Es hat eine ganz merkwürdige Struktur, ganz anders als seine dunklen Geschwister. Irgendwie störrisch und drahtig ist es. Mit einer Mischung aus Grauen und Faszination lasse ich es durch meine Finger gleiten und frage mich gleichzeitig, wie ein zwanzig Zentimeter langes, weißes Haar über Nacht auf meinem Kopf erscheinen konnte. Sind die Pigmente von einer Sekunde auf die andere herausgefallen und befinden sich jetzt auf meinem Kissen? Entschlossen wickele ich es um meinen Zeigefinger und reiße es kurzentschlossen heraus.“ (Seite 70)

© Tintenelfe

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  1. Trackback: Jana Voosen: Santa schmeißt hin [Rezension] | Tintenhain

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