Rezension: Finding Sky – Die Macht der Seelen (Joss Stirling)

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(c) dtv

Die sechzehnjährige Sky zieht mit ihren Adoptiveltern von England nach Colorado, USA. Sie will alles daran setzen, an der neuen Highschool einen guten Neustart hinzulegen. Trotz ihrer zurückhaltenden Art findet sie Anschluss, nicht zuletzt auch aufgrund ihrer musikalischen Begabung, die ihr einen Platz in der Schulband verschafft. Dort trifft Sky auf den unnahbaren, aber natürlich heißumschwärmten Zed, der jedes Mädchen auf Abstand hält und dessen Familie im Ort geradezu berüchtigt ist. Auch Sky findet Zed faszinierend , ist aber von seinem Auftreten nicht sonderlich begeistert bis Zed eines Tages feststellt, dass Sky ihm ähnlicher ist als er jemals ein Mädchen zu finden gehofft hat. Doch wie kann er Sky davon überzeugen, dass sie sein „Seelenspiegel“ ist, den übersinnlich begabte Savants wie er ihr Leben lang suchen?

Mit Sky habe ich endlich mal wieder von einer Jugendbuchheldin lesen können, die mir auf Anhieb sympathisch war. Es ist geradezu herzerfrischend, wie sie das amerikanische Highschoolleben erfährt, das sie bisher nur aus Hollywoodfilmen kannte und wie andererseits ihre neuen Mitschüler mit ihrer britischen Art zurechtzukommen lernen. Dabei verfolgt Sky zielstrebig den Wunsch nach Zugehörigkeit und Unauffälligkeit, auch wenn das bedeutet, dass sie so manche unfreiwillige Herausforderung in amerikanischen Sportarten annehmen muss.

Die Welt der Savants, Menschen mit paranormalen Begabungen wie Telepathie, Telekinese, Hellsichtigkeit und anderem, erschließt sich nur Stück für Stück und erinnert mit ihrer „guter Weltretter-Clan gegen böser Allmachtsfantasien-Clan“ und „jedes Familienmitglied hat verschiedene besondere Kräfte“ manchmal schon sehr an „Twilight“. Sky lässt nur langsam zu, ihre Savantfähigkeiten zu entdecken, zeigt dann aber erstaunlicherweise manchmal „Superwoman“-Qualitäten, die selbst die anderen Savants verblüffen. Damit konnte ich bis zum Schluss nicht wirklich etwas anfangen und es nahm der Geschichte auch etwas von der Bodenständigkeit, die ich bei Sky so mochte.

Die Liebesgeschichte zwischen Sky und Zed fand ich sehr angenehm. Zwar betont die Ich-Erzählerin schon immer das gute Aussehen Zeds, wäre aber auch komisch, wenn sie das nicht täte, immerhin ist sie in ihn verliebt. Doch zumindest erschauert sie nicht bei jeder Berührung und verfällt auch nicht sofort in unsterbliche Liebesschwüre.

Joss Stirling, die selbst aus England stammt, hat mich mit ihrer lockeren Art zu schreiben jedenfalls erst einmal überzeugt und ich bin gespannt auf mehr. Überraschenderweise geht es in der Reihe im weiteren gar nicht um Sky. Vielleicht hätte man den Buchtitel besser umdrehen sollen „Die Macht der Seelen – Finding Sky“, dann wäre irgendwie klarer, worauf der Fokus der Reihe liegt.
Nichtsdestotrotz bin ich schon gespannt auf den zweiten Teil um die Benedictbrüder „Saving Phoenix“ und hoffe, Sky dort auch wieder zu begegnen.

© Tintenelfe

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2 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Charlie
    Aug 23, 2012 @ 17:34:39

    Hm, die Idee, den Titel umzudrehen ist gar nicht so schlecht…

    Naja, meine Meinung zu dem Buch kennst du ja :), aber schön, dass es dir gefällt!
    Dann will ich es dir nicht schlechtmachen 😀

    Liebe Grüße =)
    Charlie

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