Tintenspritzer: „Ashes – Tödliche Schatten“ (Ilsa J. Bick)

Nachdem ich den ersten Teil von Ilsa J. Bicks Ashes-Trilogie „Brennendes Herz“ gelesen hatte, war ich schier begeistert. Das Buch ließ sich super gut lesen und ich war in Rekordzeit durch. Das Buch war spannend, es gab eine kleine unaufdringliche Liebesgeschichte und man konnte sich ganz auf die Protagonistin Alex und ihren Überlebenskampf einlassen.

Cover (c) Ink

Mit großer Erwartung sah ich also dem zweiten Band „Tödliche Schatten“ entgegen. Das Buch liest sich genauso leichtgängig wie der erste Teil, jedoch war ich spätestens in der Hälfte des Buches schwer versucht, das Lesen abzubrechen. Der Roman bietet inhaltlich wenig Neues und das, was an Hintergründen und Zusammenhängen erklärt wird, wurde für mich nicht allzu viel durchsichtiger. Nicht nur, dass sehr viele neue handelnde Personen hinzukamen und auch die Geschichte aus acht verschiedenen Perspektiven erzählt wurde, ich habe letzten Endes auch nicht so recht verstanden, wer da nun gegen wen vorgeht und warum. Vielleicht konnte ich mich auch schlecht darauf konzentrieren, weil der Roman hauptsächlich von einer Aneinanderreihung von Gewaltorgien und Ekelszenen lebt.
Manchmal hatte ich noch den Gedanken, dass wir ja mit den Tieren genauso verfahren, wir halten sie in Herden, bewahren das Fleisch in Kühlkammern auf, braten uns Steaks und Burger. Ilsa J. Bick verwendet hier auch konsequent identische Begriffe. Aber bei der Beschreibung von schlürfenden Geräuschen beim Verzehren von Augäpfeln, dem Abschneiden und rohen Genuss von Körperteilen bei lebendigem Leibe und schließlich eines sich drehenden Grillspießes mit einem geschlachteten Kind ist dann doch Schluss. Ich spreche hier übrigens die ganze Zeit von Menschen, nur dass da keine Missverständnisse aufkommen.

Ich will jetzt nicht mal darauf herumreiten, dass diese Gewaltexzesse für ein Jugendbuch ungeeignet sind, vielmehr finde ich, dass das überhaupt nicht nötig ist.
Ilsa J. Bick habe ich bisher als eine sehr wortgewandte Autorin kennengelernt. Daher enttäuscht es mich doch sehr, mit welchen primitiven Mitteln sie die Gewalt in ihrem Endzeitszenario darstellt. Das geht auch subtiler.

Ich werde die Reihe jedenfalls nicht weiter empfehlen, schon gar nicht an junge Menschen im vom Verlag empfohlenen Alter von 14 bis 17 Jahren.

Ich weiß, dass viele das Buch toll fanden, aber ich bin echt enttäuscht…

Ashes 2: Tödliche Schatten – Ilsa J. Bick
Gebundene Ausgabe: 571 Seiten
Verlag: Ink
ISBN-10: 3863960068
ISBN-13: 978-3863960063
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Originaltitel: Shadows
Preis: 19,99€

* Bei einem „Tintenspritzer“ handelt es sich nicht um eine Rezension im eigentlichen Sinne, sondern um einen Kurzkommentar.

© Tintenelfe

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