„Owen Meany“ – Leseprojekt zu zweit

In meinen beiden Lesekreisen und auch beim regelmäßigen Bücherplausch mit meinen Kolleginnen ist John Irving immer wieder Thema. Susanne vom „Buchclub“ nennt ihn als einen ihrer Liebligsautoren und auch meine Kollegin Imke kommt aus dem Schwärmen nicht wieder heraus und stellte gleich als allererstes „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ vor.

Nur bei den „Buchschätzern“ bekommt John Irving einfach kein Bein auf den Boden. In den letzten drei Jahren gab es immer wieder mal einen Vorstoß, mal etwas von ihm gemeinsam zu lesen, doch durchsetzen konnte er sich nie.

John Irving <Owen Meany>Inzwischen war ich aber neugierig geworden und als nun Ann-Kathrin jemanden gesucht hat, der Lust hat auch abseits von den Buchschätzern gemeinsam „Owen Meany“ zu lesen, war eigentlich schon klar, dass ich da zusagen muss.
Wir haben uns also für nächsten Montag zur Buchbesprechung zu zweit verabredet und bis dahin muss „Owen Meany“ gelesen sein.

Doch was tut man sich schwer, angesichts eines Buches von über 800 Seiten, von dessen Autor belesene Leute sagen „Oh nee, geh mir weg damit!“
Also erst einmal das Buch beschnuppert, mal reingelesen, wieder weggelegt. Ein anderes Buch angefangen. Ein schönes Lesezeichen rausgesucht – bei „A Prayer for Owen Meany“ passt gut eins, auf dem „Hallelujah“ steht. Mal ein paar Seiten gelesen, damit man das Lesezeichen auch benutzen kann.

Irving gemarkert

Aber langsam wird es eng. Gestern haben wir schon mal gemailt, ob man das Treffen noch mal verschieben sollte, wir sind wohl beide nicht im Zeitplan, auch wenn Ann-Kathrin schon um Einiges weiter ist. Doch wir wollen es jetzt schaffen, wäre doch gelacht!
Vor allem, weil mir das Buch bisher sehr gut gefällt, was man an den vielen bunten Markern sehen kann. Zwar kommt Irving vom Hundertsten ins Tausendste, doch findet er immer wieder den roten Faden. Ich staune, wie er es schafft, so viel auf einmal zu erzählen, ohne dass es langweilig wird, aber auch ohne besondere Spannung zu erzeugen. Wir werden auf jeden Fall etwas zu besprechen haben.
lesend

So, und während ich nun weiter lese, könnt Ihr mir erzählen, was Euch an John Irvings Büchern gefällt und warum ich „Owen Meany“ unbedingt zu Ende lesen muss.

Eure Tintenelfe

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22 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Trackback: Meine zehn besten Wälzer mit mehr als 500 Seiten [Top Ten Thursday] | Tintenhain
  2. Buchschätzerin
    Sep 03, 2013 @ 18:35:37

    Hallo Tintenelfe, ein Applaus für Dich und Dein schnelles Erlesen!
    Ich bin eher zweiter Sieger oder vielmehr auf dem Weg dahin… 😉
    Es war nett mit dir zu lesen, zu reden, gerne wieder! Lg von der Buchschätzerin

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  3. Evanesca Feuerblut
    Aug 30, 2013 @ 19:13:05

    Konkret dieses Buch kenne ich nicht – aber ich hatte mit Irving schon gute und schlechte Erfahrungen.
    So fand ich beispielsweise „The fourth hand“ einfach nur extrem schlecht – was aber daran liegen konnte, dass mir das Buch als witzig beworben wurde und ich es einfach nicht lustig fand, eher bizarr…
    Dagegen fand ich „Garp und wie er die Welt sah“ eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe. Einfach nur genial!
    Darum kann ich hier kein konkreteres Urteil fällen.

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  4. lesenundmehr
    Aug 30, 2013 @ 16:20:01

    Ich habe Dich getaggt 🙂
    Wenn Du Lust hast, dann schau doch mal hier:
    http://lesenundmehr.wordpress.com/2013/08/29/kettenreaktion/
    und mach mit – ich würde mich freuen 🙂
    Liebe Grüße
    Tanja

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  5. Mikka Gottstein
    Aug 28, 2013 @ 21:33:03

    Ich habe zu John Irving ein etwas gespaltenes Verhältnis… Irgendwie komm ich in seine Bücher nicht so richtig rein, und ich kann nichtmal sagen, woran es liegt!

    Und als ich meine Abschlussprüfung zur Sortimentsbuchhändlerin gemacht habe, musste die Prüferin natürlich ausgerechnet Fragen zu John Irving stellen! (Ich habs allerdings trotzdem geschafft.)

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  6. katnissdean
    Aug 27, 2013 @ 22:51:14

    Von John Irving habe ich bereits 2 Romane gelesen und fand sie wunderbar. Nach dem ersten weiß man auch, worauf man sich bei ihm einlässt. Gerade zimperlich ist er nicht. Aber er ist zugleich so herrlich skurril, liebenswürdig und humorvoll, dass man ihm die Tragik und die Grausamkeiten fast vergibt. 😉

    Ich wünsche Dir viel Spaß mit Owen Meany. Das Buch kenne ich noch nicht – habe bisher „Garp und wie er die Welt sah“ und „Hotel New Hampshire“ gelesen. Beides großartig. 😉

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    • Tintenelfe
      Aug 28, 2013 @ 10:25:20

      Oh ja, tragisch ist es. Wobei ich manchmal beim Lesen das Gefühl habe, dass er sich heimlich eins grinst. Manchmal schiebt er so einen Halbsatz nach, der mich denken lässt „Du Schelm!“
      Owen Meany hat was von Oskar Matzerath würde ich sagen, daher kann ich ihn leider auch überhaupt nicht niedlich finden, wie es die anderen in dem Buch tun. Ich bin von dem Detailreichtum sehr überrascht und angetan. Daher bin ich wohl auch so langsam beim Lesen. Sobald ich nicht ganz bei der Sache bin, bin ich auch sofort raus und muss den Absatz noch mal lesen. Auch die Charaktere sind sehr einprägsam und plastisch – als würde man ihnen bereits persönlich begegnet sein. Ich finde das großartig!
      Meine Kollegin Imke würde übrigens zu Deiner Buchwahl sagen: „Alles richtig gemacht!“ Sie sagt, dass diese beiden Bücher für den Einstieg am besten geeignet sind. 🙂

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  7. Buchschätzerin
    Aug 27, 2013 @ 17:30:22

    Hey, und da komme ich! Wie lustig, jetzt auch unmittelbar Thema in deinem Blog zu sein…. Hihi… Ich bin neidisch auf deine vielen Lesezeichen. Ich werde nachlegen und dann auch noch Aufkleber reinkleben. Außerdem hat mein Buch schon einen Wanderstempel vom Wümmeberg. Gereist ist es nämlich auch schon.
    Ich komme langsam in Fahrt mit dem Buch und werde es übers Wochenende mit nach Boltenhagen nehmen. Die Chancen stehen gut. Die Hälfte habe ich schon und ich weiß immer noch nicht, ob ich de beiden Hauptpersonen mag oder nicht…
    Bin gespannt auf Montag! Liebe Grüße

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    • Tintenelfe
      Aug 27, 2013 @ 18:17:33

      Mein Buch hat einen ME- Stempel. ;-p Ich hab gestern mal diese Kirchen gegoogelt, das macht manches etwas klarer.
      Mein Lieblingssatz bisher: „wer alles wissen will, darf vor allem nichts vergessen.“ So simpel.

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