Kerstin Gier in Braunschweig [Lesung]

Lesung Gier EintrittskarteAm Montag kam Kerstin Gier nach Braunschweig, um in der Stadtbibliothek aus ihrem aktuellen Jugendroman „Silber – Das erste Buch der Träume“ (Rezension) zu lesen. Die Veranstaltung war schon lange vorher ausverkauft und der große Bereich der Kinderbücher war komplett für Stühle leergeräumt worden.

Herr Wrensch von der Buchhandlung Graff und Frau Lippert von der Stadtbibliothek Braunschweig eröffneten die Veranstaltung. Bevor Kerstin begann, aus ihrem Buch „Silber – Das erste Buch der Träume“ zu lesen, gab es zunächst einmal ein paar Ansagen zum Ablauf. Hier merkte man ihr die Erfahrung bei Lesungen an, denn die Zuhörer wurden gleich eingenordet, wie das abschließende Signieren ablaufen würde, für das sie ausreichend Zeit eingeplant hatte. Um eventueller Langeweile beim Anstehen vorzubeugen, stellte sie auch gleich die anwesenden Braunschweiger Autorinnen Jeanine Krock, Michelle Raven und Kristina Günak als potentielle Gesprächspartnerinnen vor.
Kerstin Gier liest

Dann begann Kerstin zu lesen, dabei lenkte sie sich immer wieder mit Ideen, die ihr spontan in den Kopf kamen, ab oder ergänzte den Text um ein paar Erläuterungen. Das Publikum wurde mit einbezogen „Kennt Ihr das auch, dass man im Traum nie richtig angezogen ist? Ich bin froh, wenn ich überhaupt etwas anhabe!“ Auch untermalte sie ihren Text mit ausgedruckten Bildern fürs Kopfkino vom ersehnten Cottage der Familie Silber und dem Haus, in dem Mister Planänderung und seine Familie wohnen. Das Recherchieren von Traumhäusern ist eine tolle Möglichkeit zur Prokrastination – und schon haben wir ein neues Wort gelernt.
Ein Bild von Rasierspaß-Ken durfte natürlich auch nicht fehlen, für alle die, die noch nicht nach ihm gegoogelt hatten. Auf Kerstins Frage, wie das Rasieren da eigentlich funktioniere, meldete sich auch ein junges Mädchen, das genaue Auskunft erteilen konnte, da sie als Kind eine solche Puppe hatte.

In kürzester Zeit schaffte es Kerstin Gier mit guter Laune und sichtlichem Spaß am Vorlesen und Erzählen eine ausgelassene Stimmung im Publikum herzustellen. Das Lesen wurde bei den immer wieder eingestreuten Anekdoten, z.B. von schlafenden Lesungsgästen oder Problemen mit dem Handy, fast schon zur Nebensache. Ab und an warf Kerstin dann auch einen Blick auf ihr Handy, um die Uhrzeit im Auge zu behalten. Die neuen Nachrichten, die immer wieder eintrudelten, las sie dann aber nicht vor.

Kerstin Gier liest

Für die Fragen des Publikums nahm sich die Autorin richtig viel Zeit und achtete darauf, dass auch jeder dran kam. Es wurden sehr viele Fragen gestellt, die sich nicht nur um „Das erste Buch der Träume“ und seine Fortsetzungen drehten, sondern natürlich auch um die Edelstein-Trilogie.

Sie berichtete von den Dreharbeiten zu „Rubinrot“, bei dem sie einen Cameoauftritt gemeinsam mit ihrer Agentin hatte. Nur gut, dass diese an ihrer Seite durchs Bild lief, Kerstin hätte sich sonst selbst nicht wiedererkannt. Sie verriet auch ihre Lieblingsszene des Filmes. Es wird auch definitiv keine Fortsetzung der Trilogie geben (dann wäre es ja keine mehr). Und auch wenn die „Harry Potter“-Bücher ihre absolute Lieblingsjugendbücher sind, kann sie sich nicht vorstellen, eine Reihe zu schreiben, die so viele Bände umfasst.

Zur Zeit wird der Film zum Buch „Die Müttermafia“ gedreht, was zu der Frage führte, ob Kerstin Gier demnächst auch wieder etwas für Erwachsene schreiben würde. Ihre Antwort, dass sie sich gut vorstellen könne, nach Abschluss der Silber-Trilogie noch einen vierten Band der Mütter-Mafia zu schreiben, stieß auf ein geteiltes Echo und wurde wohl vor allem von den älteren Semestern begrüßt.

Zu „Silber – Das zweite Buch der Träume“, das nächstes Jahr im Juni erscheinen soll, wurden natürlich besonders viele Fragen gestellt. Der zweite Band wird nach einer Pause von sechs Wochen einsetzen, denn Kerstin wollte unbedingt Weihnachten in die Geschichte einbauen. Graysons Großmutter „Queen Mum“ wird von der Weltreise zurückkommen, auf die sie von Kerstin geschickt wurde, damit es im ersten Band nicht zu viele Personen wurden. Dafür geht Jasper für das nächste Trimester nach Frankreich, um sein Französisch aufzubessern.

Natürlich waren die Leserinnen auch an der Identität von Secrecy, die den Tittle-Tattle-Blog schreibt, interessiert. Hier hüllt Kerstin sich aber in Schweigen, bestätigt aber, dass wir die Person schon kennen. Die Frage, ob sie die Idee zu Secrecy aus „Gossip Girl“ habe, wurde ihr schon öfter gestellt, allerdings kennt sie die Serie gar nicht und weiß auch nicht, ob sie das angesichts der acht Staffeln in Angriff nehmen will.
Eine erfreuliche Nachricht für die Fans des realen Tittle-Tattle-Blogs – nach Kerstins Lesereise gibt es hier wieder mehr Neuigkeiten zu lesen.
Signierstunde

Der Andrang beim Signieren war wie erwartet sehr hoch. Kerstin Gier schrieb unermüdlich ihren Namen in ihre Bücher und ich bin sicher, dass am Ende alle hochzufrieden nach Hause gingen. Es war ein wunderbarer, amüsanter und interessanter Abend, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Noch mehr Bilder gibt es auf der Homepage der Buchhandlung Graff – wie immer sind sie auch besser. Ich sollte mir echt mal eine Kamera zulegen.
Suchbild: Auf einem Bild bin ich hinten zu sehen, wie ich auf mein Autogramm warte. Wer findet es heraus? 😉

Eure Tintenelfe

P.S. Und nun werde ich mir mal das Buch besorgen, in dem Kerstin berichtet, dass sie einem Ingo einen Zahn ausgeschlagen hat. Die Geschichte beruht nämlich auf Tatstachen und ich wüsste echt gern mal, was der arme Kerl verbrochen hat. Kerstin zumindest hat versichert, dass er es verdient hat.

© Tintenelfe

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10 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. maaraavillosa
    Sep 23, 2013 @ 07:08:08

    Spannender Bericht!
    Ich war letzten Dienstag in Erfurt bei ihrer Lesung, einfach eine klasse und lustige Frau… 🙂 Habe dazu auch einen Blogeintrag mit Fotos verfasst.
    Hat sie bei euch keine Schlüssel als Goodie verteilt?

    Liebe Grüße,
    maaraavillosa

    maaraavillosa.blogspot.com

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    • Tintenelfe
      Sep 23, 2013 @ 11:32:09

      Hallo maaraavillosa,

      doch das hat sie. Ich habe sie allerdings gar nicht zu Gesicht bekommen. Wahrscheinlich hat sie genug für Erfurt übrig gelassen. 😉
      Deinen Blogeintrag gucke ich mir gern mal an.

      Liebe Grüße
      Die Tintenelfe

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  2. Katja
    Sep 19, 2013 @ 18:34:43

    Na prima, da ärgere ich mich doch gleich noch ein bisschen mehr 😦
    Da wäre ich auch gern gewesen und M. bestimmt auch.
    LG Katja

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    • Tintenelfe
      Sep 19, 2013 @ 18:44:54

      Das nächste Mal geh alleine. Ich hatte mir auch nur eine Karte für mich gekauft, weil ich dachte, ich finde eh keinen, der da mitgeht. Dann stellte sich aber heraus, dass meine Nachbarin mit ihrer Tochter auch hingehen wollte. Die Tochter saß dann aber mit ihrer Freundin ganz weit weg. 😉

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    • Tintenelfe
      Sep 19, 2013 @ 18:46:24

      Kerstin Gier hat übrigens erzählt, dass bei der Filmpremiere von „Rubinrot“ hinter ihr jemand eingeschlafen ist und geschnarcht hat. Bei Euch scheint sie also öfter aufzutauchen. 😉

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  3. buchstabentraeume
    Sep 19, 2013 @ 15:32:15

    Hach, wie cool, das klingt nach einer sehr schönen Lesung! Und wie toll, dass auch gleich noch andere Autoren anwesend waren. Das nenne ich mal Einsatz. 😉

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  4. Buchschätzerin
    Sep 18, 2013 @ 20:25:14

    Ich hab Dich gleich bei Graff gesehen!
    LG von der Buchschätzerin

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    • Tintenelfe
      Sep 18, 2013 @ 22:12:54

      Ich hatte das gar nicht gesehen, dass sie fotografiert haben, nur dass sie das Plakat hochgehalten hatten. Da hat dann auch sofort jemand gerufen, dass sie das haben will und dann gab es erst einmal Streit, wer jetzt zuerst gerufen hat. *seufz*

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  5. Evanesca Feuerblut
    Sep 18, 2013 @ 17:44:50

    Ich war noch nie auf einer Lesung und es ist für mich immer spannend zu lesen, wie sowas abläuft.
    Danke für den schönen, langen Bericht samt Bild :).
    Hast du auf dem Foto eine Brille und ein rotes Oberteil?

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    • Tintenelfe
      Sep 18, 2013 @ 17:53:54

      Nein, ist ein Bild von Graff und reiner Zufall, hab das gar nicht gemerkt. 🙂

      Ich finde, jede Lesung ist ein bisschen anders und es kommt sehr auf den Autor an. Ich bin auch schon mal fast eingeschlafen, obwohl das Buch toll ist.

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