Juliane Käppler: Die sieben Tode des Max Leif [Rezension]

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Max Leif ist ein Überflieger, immer auf der Überholspur, immer ganz vorn. Doch jetzt wird er ausgebremst, vom Tod höchstpersönlich. Der holt sich seinen besten Freund, und Max weiß einfach: Er ist der Nächste. Das plötzliche Fieber kann nur eine HIV-Infektion sein, der schmerzende Magen eine exotische Seuche und der Husten erst … Die Beteuerungen der Ärzte, die Beruhigungsversuche seiner Freunde, ja selbst die energischen Kommandos seiner russischen Putzfrau Jekaterina helfen nicht gegen die Macht von Max‘ Einbildung. In Erwartung seines baldigen Ablebens verkauft er sein Unternehmen und trifft hektisch weitere Vorkehrungen. Denn einfach so sterben ist nicht drin! Zuerst muss er einen Weg finden, die eine Sache zu regeln, die in keinem Testament erscheinen darf … (Klappentext)

Kennt Ihr das auch? Da hat man ein Stechen hier und ein Pieken da und schon sitzt man am PC und googelt sich die Finger wund! Im schlimmsten Falle könnte es Krebs sein oder aber eine unbehandelbare seltene Krankheit mit unausprechlichem Namen. Mit etwas Glück besteht aber noch Hoffnung, wenigstens das Testament schreiben zu können. Am Ende stellt sich heraus, dass ein Gang zum Arzt schneller Klarheit über die vergleichsweise harmlose Erkrankung gebracht hätte.

Max Leif hat nun aber allen Grund zu glauben, dass sein Leben bald enden müsse. Nicht nur hatte er erst vor kurzem einen Herzinfarkt, nein auch sein bester Freund ist gerade überraschend mitten aus dem Leben geholt worden. Kein Wunder, dass er aus der Bahn geworfen worden ist! Nichts, was wichtig war, hat nun noch den gleichen Stellenwert – bis auf eine Sache, die aber vorerst ein Geheimnis bleiben muss. Wenn Max nun also glaubt, dass ohnehin bald alles Vergangenheit sein wird, gestaltet er mehr oder weniger unbewusst sein bisheriges Leben neu. Dinge werden neu gewichtet und auch das Verhältnis zu seinen bornierten Eltern wird noch einmal auf den Prüfstand gestellt. Und hätte Max ohne seine Wehwehchen auch so viel Zeit mit der Barista Maja verbracht, die mit ihrer unkomplizierten, abgeklärten Haltung so manches in anderem Licht erscheinen lässt?

„Die sieben Tode des Max Leif“ ist ein wunderbar leicht erzählter Roman, der mit viel Humor und einer guten Portion Lebensweisheit von einem jungen Mann berichtet, der alles hatte und für sein Glück doch etwas anderes brauchte. Der Roman lebt zunächst von seiner Leichtigkeit und den eingängig und witzig beschriebenen Situationen, in denen Max sich immer wieder neue Krankheiten einbildet. Doch leise schleicht sich ein neuer Ton ein, der mit einem Geheimnis zu tun hat und der dem Roman unverhofft Tiefe verleiht.

Mir hat der Roman sehr viel Spaß gemacht und ich habe zum Teil Passagen laut vorgelesen, weil sie einfach zu köstlich waren, um sie für mich allein zu genießen. Juliane Käppler hat mich mit ihrem Buch nicht nur sehr positiv überrascht, sondern gleichzeitig auch neugierig auf ihre weiteren Bücher gemacht.

© Tintenelfe

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Leseprobe

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Juliane Käppler: Die sieben Tode des Max LeifsiebenTodeMaxLeif

Broschiert: 368 Seiten
Verlag: Knaur TB (11. Januar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426517256
ISBN-13: 978-3426517253
Preis: € 14,99 [D]
Kaufen und kostenlos liefern lassen: Buchhandlung Graff (kein Affiliate-Link)
Rezensionsexemplar

 

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