Alexey Pehov: Donner – Die Chroniken von Hara 3 [Rezension]

(c) Piper Verlag

Nach dem Tod von Lahen schwört Ness Rache und begibt sich auf die Suche nach ihren Mördern. Mit Thia, der Verdammten Typhus, und dem Heiler Shen macht er sich auf den Weg ins Regenbogental. Während Shen lernt, den dunklen wie den hellen Funken zu gebrauchen, ist Ness stets auf der Hut, denn der Verdammten ist nicht zu trauen.

„Donner“ fügt sich nahtlos an seinen Vorgänger an. Überhaupt erweckt die Tetralogie den Eindruck eines Werks wie aus einem Guss. Also geht es auch genauso spannend weiter wie bisher. Ness und seine Gefährten ziehen durch die Lande und auch Luk und Ga-nor spielen (endlich wieder) eine größere Rolle. Der Fokus dieser Fantasy-Reihe liegt eindeutig auf der Charakter- und Weltenentwicklung und lebt weniger von Daueraction und epischen Schlachten. Auch wenn streng genommen nicht so viel passiert, so bleibt es durchgehend interessant, weil ständig neue Details zu den Charakteren, zur Welt und vor allem der Historie zutage treten.

Im dritten Teil erfährt man sehr viel mehr über die Verdammten. Die häufigen Perspektivwechsel wenden sich auch ihnen zu und ihre Beweggründe und Intrigen kommen immer mehr zum Vorschein. Dabei spielt Pehov durchaus auch mit den Sympathien der Leser, vor allem was die Verdammte Typhus betrifft, deren Charakter kaum einschätzbar wird. Auch bei Shen kann man sich nie sicher sein, vor allem weil niemand weiß, wozu er fähig ist. Genauso erging es mir mit den Hochwohlgeborenen (Elfen). Jeder scheint sie zu hassen, doch sind sie wirklich so unfassbar grausam und barbarisch wie von Anfang an beschrieben oder werden sie vielleicht doch nur von den Menschen dazu gezwungen, so zu sein? Im nächsten Moment tritt dann jedoch eine Gruppe Hochwohlgeborener auf, die jegliches positives Gefühl im Keim zu ersticken droht.

Pehov schreibt wie immer spannend und flüssig. Seine Figuren sind ebenso vielschichtig wie seine Fantasywelt. Während die Figuren sich stetig weiter entwickeln und auch neue Charakterzüge offenbaren, zeigt sich die Welt von Hara vor allem im Rückblick. Einige Handlungsstränge, die zuvor parallel verlaufen sind, werden im dritten Teil zusammengeführt, was auf ein grandioses Finale hoffen lässt.“Donner“ hat mich wieder sehr zu fesseln vermocht und ich freue mich bereits auf den nächsten Teil. Einziger Wermutstropfen sind Ness‘ Visionen und Träume, mit denen ich ehrlich gesagt, nicht allzuviel anfangen kann.

© Tintenelfe

 

Diese Blogger ließen sich ebenfalls mit den Schnittern des Windes ein

Armarium nostrum
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Bücherratten

Eine tolle Steckbriefsammlung aller wichtigen Protagonisten
Autorenwebsite5faesschen

 

Alexey Pehov: Donner – Die Chroniken von Hara 3

(c) Piper

Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (13. April 2015)
Übersetzung aus dem Russischen: Christiane Pöhlmann
Originaltitel: Жнецы Ветра (2008)
ISBN-10: 3492269850
ISBN-13: 978-3492269858
Preis: € 9,99 [D]
Kaufen und kostenlos liefern lassen:
Buchhandlung Graff (kein Affiliate-Link)
Gekauft

 

Die Chroniken von Hara – Reihenfolge

1. Wind (Rezension)
2. Blitz (Rezension)
3. Donner
4. Sturm

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