Wir lesen und besprechen… #7 [Lesekreislektüre]

In meiner Lesekreiskategorie habe ich schon lange nichts mehr geschrieben. Aber natürlich lesen wir immer noch fleißig und nun will ich mal wieder verraten, was und wie es zu der Buchwahl kam.

Im Dezember hatten wir uns im Buchclub zu einem weihnachtlichen Bücherabend getroffen und ganz unverhofft überraschte uns Susanne mit einem Gewinn der Plattform mein.literaturkreis.de – einen Literaturkalender für jede von uns. Das war natürlich ein Riesenhallo!
Anschließend ging es an Bücherscheußeln (Schrottwichteln) – ich weiß, einige werden jetzt entsetzt aufschreien. Aber mal ehrlich, jeder von uns hat doch wohl Bücher zu Hause,  die er loswerden will oder einfach nur scheußlich findet. Ich hatte zum Beispiel ein Buch mitgebracht, das so schrecklich war, dass ich mit viel gutem Willen gerade mal 106 Seiten durchgehalten habe. Aber es gab auch ein uraltes Gartenbuch in schwarz-weiß. Natürlich waren auch Bücher dabei, bei denen manche ausrief: „Oh, das wollte ich immer mal lesen!“, wie zum Beispiel Guillaume Musso mit „Nacht im Central Park“. Die Würfelschlacht entbrannte dann aber um ein ganz anderes Buch. „Die Eismalerin“ von Kristín Marja Baldursdóttir weckte Begehrlichkeiten und weil Rita, die das Buch am Ende ihr eigen nennen konnte, ohnehin dran war, ein Buch für das nächste Mal auszusuchen, legte sie einfach fest, dass wir es gemeinsam lesen würden.

Das Buch spielt auf Island Anfang des 20. Jahrhunderts und handelt von einer jungen Frau, die musisch begabt ist und davon träumt ihre künstlerische Begabung als Malerin ausleben zu können. Doch das harte und entbehrungsreiche Leben auf Island erwartet vor allem von den Frauen viel schwere Arbeit in Haus und Hof. Träume, die sich nicht ums Kinder kriegen und reichen Fischfang drehen, sind hier fehl am Platz.

Ich habe bereits etwas mehr als die Hälfte gelesen und muss sagen, dass mir das Buch gut gefällt. Der Fokus liegt auf der Rolle der Frau vor etwa 100 Jahren auf Island. Die vielfältigen Arbeiten werden anschaulich geschildert und Island mag ja schön sein, aber tauschen würde ich nicht wollen. ich bin gespannt, ob Karitas ihrem vorgezeichneten Schicksal entkommen wird und sich als Malerin verwirklichen kann.

Kristín Marja Baldursdóttir Die Eismalerin

dieeismalerinKlappentext:
Karitas ist die jüngste Tochter der verwitweten Steinunn Olafsdóttir, die es geschafft hat, dass alle sechs Kinder – auch die Mädchen – die Schule besuchen konnten. Trotz der harten Lebensumstände um 1900 in Island entdeckt Karitas ihr künstlerisches Talent als Malerin. Doch als sie den gut aussehenden Sigmar kennenlernt, steht sie vor der folgenschwersten Entscheidung ihres Lebens. (© Fischer Verlag)
Leseprobe

Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 13 (1. November 2007)
Originaltitel: Karitas án titils
Übersetzung aus dem Isländischen: Coletta Bürling
ISBN-10: 3596169321
ISBN-13: 978-3596169320
Preis: € 8,95 [D]
Kaufen und kostenlos liefern lassen: Buchhandlung Graff (kein Affiliate-Link)
Bücherei

 

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4 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Trackback: Monatsrückblick Februar 2017 | Tintenhain
  2. Anne-Marit
    Feb 14, 2017 @ 15:10:23

    Ein tolles Buch (genau wie „Möwengelächter“). Über Karitas gibt es schon einen zweiten Teil, den ich aber noch nicht gelesen habe: „Die Farben der Insel“ heißt es.

    Gefällt 1 Person

    Antwort

  3. wortgeflumselkritzelkram
    Feb 07, 2017 @ 07:45:08

    Das möchte ich auch noch lesen, aber zuerst steht von der gleichen Autorin „Möwengelächter“ auf meinem Plan 😊

    Gefällt mir

    Antwort

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