Zehn Bücher, deren Autor weder deutsch- noch englischsprachig ist [Top Ten Thursday]

Ein interessantes Thema, bei dem ich glatt tiefer in die Regale schauen musste. Dank der Weltenbummler-Challenge bekomme ich einen ganz guten Überblick darüber, in welchen Ländern ich mich literarisch bewege. Meist bin ich in Deutschland, Großbritannien und den USA unterwegs, was sicher auch den mangelnden Übersetzungen anderer Sprachen ins Deutsche geschuldet sein wird. Der Buchmarkt wird eindeutig von deutschen und englischsprachigen Autoren beherrscht. Interessant finde ich zum Beispiel, dass mein Beispiel für China zuerst ins Englische und dann aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt wurde. Als ich vor ca. vier Jahren für den Lesekreis ein Buch aus Indien (Ein indischer Lesekreisabend) suchte, war es gar nicht so einfach etwas zu finden. Ich stelle fest, dass alle Bücher, die ich über Indien oder von indischen Autoren gelesen habe, aus dem Englischen übersetzt wurden, da die Autoren entweder im englischsprachigen Ausland leben oder keine Inder sind. Daher ist Indien heute auch nicht dabei.
Ich denke, dass Ihr heute dennoch das eine oder andere Schätzchen finden könntet und vielleicht kennt Ihr es ja auch schon?

Frankreich

Cover (c) dtv
Alexandre Dumas: Der Graf von Monte Christo
Eins meiner Lieblingsbücher, auch wenn ich beim ersten Lesen mit 12 Jahren noch nicht wirklich verstanden habe, worum es (politisch) ging.

 

Cover (c) Piper Verlag

Guillaume Musso: Das Mädchen aus Brooklyn
Ein sehr spannender Roman, der mir Lust auf mehr Bücher des französischen Schriftstellers gemacht hat.
Rezension

China

Cover (c) Knaur

Xinran: Verborgene Stimmen
Die Geschichten der Chinesischen Frauen, die sich in der Radiosendung „Worte im Abendwind“ an Xinran wenden, sind sehr verschieden und erzählen vom Leben in China auf beeindruckende Weise.
Übersetzung vom Chinesischen ins Englische, anschließend Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche

Spanien

Cover (c) Fischer Verlage

Carlos Ruiz Zafón: Der Schatten des Windes
Ein atmosphärisch dichter Roman, der den Auftakt zu Zafóns großen Barcelona-Romanen bildet. Den Friedhof der Vergessenen Bücher sollte man einfach kennen.

Russland

Cover (c) Random House Heyne
Sergej Lukianenko: Wächter der Nacht
Diesen erfolrichen russischen Fantasyautor habe ich eine zeitlang sher viel gelesen. am bekanntesten ist wohl seine Wächer-rfeihe, deren Anfang „Wächter der Nacht“bildet. Ein düsterer Vampirroman. Aber auch andere Werke wie „Weltengänger“ und „Die Ritter der 40 Inseln“ habe ich sehr gern gelesen.

wind

Alexey Pehov: Die Chroniken von Hara
Eine vierteilige Fantasy-Reihe, die mir sehr gut gefällt.
Die Reihenfolge und Rezensionslinks gibt es auch.

Island

Cover (c) Fischer Verlage

Yrsa Sigurδardóttir: Geisterfjord
Was für ein Thriller! Packend, mysteriös und gruselig. Ich bin inzwischen absoluter Fan der Isländerin und habe bereits etliche ihrer Krimis und Thriller gelesen. Mit „Geisterfjord“ hat mich Yrsa Sigurδardóttir zu einem treuen Fan gemacht.
– Rezension – 

Japan

Cover Murakami (c) Dumont Buchverlag

Haruki Murakami: Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki
Mein erstes Buch des japanischen Erfolgsautors. Später habe ich auch „Gefährliche Geliebte“ gelesen, aber das hat mir nicht ganz so gut gefallen.

Niederlande

Rowohlt Verlag
Harry Mulisch: Der Anschlag
Dieser Roman des niederländischen Autors Harry Mulisch hat mich tief beeindruckt. Es war ein Lesekreisbuch und ich bin Erich bis heute dankbar, dass er dieses Buch vorgeschlagen hat. Es geht um die letzten Tage des deutschen Besatzung der Niederlande. In einer Straße wird ein Attentat auf den mit den Nationalsozialisten kollaborierenden Polizeioberinspektor verübt. Die Familie, vor deren Haus der Leichnam liegt, schiebt ihn einfach ein Haus weiter und löst damit eine Verkettung unglückseliger Umstände aus.

Ägypten

Cover Die Midaq-Gasse

Nagib Machfus: Die Midaq-Gasse
Machfus, der als der bedeutendste ägyptische Schriftsteller gilt (Literaturnobelpreis 1988), schreibt über die Menschen in seiner Heimat, liebevoll, pointiert und kritisch. Ein orientalisches Leseerlebnis.
Rezension

 

Ich bin gespannt auf die Bücher der anderen TTT-Teilnehmer!
Der Top-Ten-Thursday wird von Weltenwanderer organisiert. In den Kommentaren findet Ihr auch die Tipps der anderen Blogger.

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7 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Daggi
    Jan 12, 2018 @ 17:31:49

    Mir wären da überwiegend skandinavische Autoren in denn Sinn gekommen. Eine schöne Auswahl hast Du getroffen.

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    Antwort

  2. Olaf Gütte
    Jan 11, 2018 @ 21:55:20

    Ja Mona, da kommen sicher noch mehr als zehn in Frage, spontan fallen mir jetzt Knausgard, Murakami, Dostojewski, Turgenjew, Puschkin, Jurjew, Solschenizyn, Nooteboom, Szpilman, Kertesz und Chirovici ein. Liebe Grüsse, Olaf

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  3. ninakol.
    Jan 11, 2018 @ 12:24:40

    Ja, die englischsprachigen Romane dominieren unsere Bücherregale sehr. Meins auch. Wobei ich früher mutiger gewesen bin. Ich hatte mal eine Phase, in der ich einen Italo Calvino noch dem anderen gelesen habe. Der Baron auf den Bäumen ist immer noch eins meiner Lieblingsbücher. Ich sollte noch mal ein wenig rechts und links schauen. Dankeschön
    Liebe Grüsse
    Nina

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  4. erinjsteen
    Jan 11, 2018 @ 11:23:00

    Von Murakami solltest du unbedingt Hard-Boiled Wonderland und das Ende der Welt und Kafka am Strand mal probieren. Das sind meine absoluten Lieblingsbücher von ihm, aber ich habe zum Glück noch ein paar weitere Romane vor mir.

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  5. aleshanee75
    Jan 11, 2018 @ 07:15:57

    Guten Morgen Mona!

    Schön dass du heute auch mitgemacht hast 🙂

    Geisterfjord haben wir gemeinsam, das war wirklich ein sehr spannender Thriller! Leider habe ich außer dem nur „Seelen im Eis“ von ihr gelesen, aber „Das letzte Ritual“ liegt immerhin schon auf dem SuB.

    Den Graf von Monte Christo hab ich ebenfalls auf meiner Liste, das Buch ist schon recht lange her, aber ich fand das total klasse!

    „Der Schatten des Windes“ ist ja sehr bekannt, aber ich habs leider nie gelesen. Irgendwie interessiert es mich, gerade weil so viele begeistert sind, aber von der Handlung her spricht es mich einfach nicht so an …

    Die Wächterreihe aus Rußland hab ich auf meiner Wunschliste – düstere Vampirromane interessieren mich sehr, und da hatte mich tatsächlich auch neugierig gemacht, dass der Autor aus Rußland kommt, denn aus dem Land kenne ich gar nichts oder hab auch noch nie bei anderen was gehört oder gesehen.
    Die Chroniken von Hara seh ich grad auch zum ersten Mal, die guck ich mir mal näher an 🙂

    Liebste Grüße, Aleshanee

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  6. bookloverluna
    Jan 11, 2018 @ 06:41:22

    Das ist wirklich mal eine interessante Aufgabe. Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich insgesamt 10 Bücher von Autoren besitze, die wieder deutsch noch englisch / amerikanisch sind. 🤔 Das regt einen tatsächlich zum Nachdenken an und ich glaube, ich werde ich nächster Zeit mehr von anderen Autoren lesen.

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    Antwort

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