Imbolo Mbue: Das geträumte Land [Rezension]

Cover (c) KiWi

Amerika – Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Für Jende Jonga aus Kamerun geht ein Traum in Erfüllung, als er endlich seine Frau und seinen kleinen Sohn zu sich in die USA holen kann. Hier will er sich ein neues Leben aufbauen und seinen Kindern eine gute Zukunft ermöglichen. Jendes Frau Neni träumt davon, Apothekerin zu werden und studiert fleißig neben ihrer harten Arbeit als Altenpflegerin. Als Jende einen begehrten Job als Chauffeur des Wall-Street-Managers Clarks Edwards ergattert, scheint das Glück zum Greifen nah. Was noch fehlt ist, die Bewilligung des Asylantrags. Doch werden die Behörden Jende glauben, dass er in seiner Heimat verfolgt ist?
Jende und Neni, die in den Sommerferien als Hausmädchen bei den Edwards arbeitet, müssen bald feststellen, dass auch in den glamourösen und wohlsituierten Haushalten New Yorks nicht alles Gold ist, was glänzt. Und spätestens mit dem Zusammenbruch der Lehmans Brothers Bank, bei der Clark Edwards arbeitet, bröckelt die Fassade. Beide Familien müssen retten, was zu retten ist.

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Owen Sheers: I Saw a Man [Rezension]

Isawaman

Nach dem Verlust seiner Frau, die bei einem Auslandsdreh in Afghanistan ums Leben kam, zieht Michael voller Trauer in einen Londoner Vorort. Die Nachbarn, eine nette Familie mit zwei Töchtern, verkörpern alles, was Michael glaubt, nie mehr erlangen zu können. Es entwickelt sich schnell eine enge Freundschaft, Michael geht in dem Haus ein und aus. Als Michael eines Tages die Hintertür des Nachbarhauses offen stehen sieht, betritt er das Haus im Glauben, dass niemand darin ist. Damit nimmt das Verhängnis seinen Lauf und nichts wird mehr so sein wie es war.

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Helen Macdonald: H wie Habicht oder Warum der Habicht nicht landen konnte

H wie Habicht Cover (c) UllsteinAls „H wie Habicht“ im Sommer 2015 erschien, prophezeite meine Buchhändlerin, dass dieses Buch das Buch des Herbstes werden würde. Kurz darauf stürmte der „Habicht“ die sozialen Netzwerke und jeder wollte es lesen. Alles, was ich bis dahin über das Buch wusste, war, dass es um Falknerei gehen würde und darum, wie eine Frau ihre Depression mit Hilfe des Abrichten eines Habichts bezwingen wollte.

Im Januar waren wir „Buchschätzer“ recht ratlos, was wir denn gemeinsam lesen könnten und einigten uns am Ende auf den Habicht. Inzwischen freute ich mich schon darauf, weil ich immer wieder hörte, wie wundervoll das Buch sei, zuletzt von Binea von Literatwo. Mehr

Wie gründe ich einen Lesekreis?

Letztens im Büro: „Du bist in einem Lesekreis? Das will ich auch! Wie kriege ich sowas?“
Letztens am Bücherwühltisch im Kaufhaus: „Das ist toll. Das haben wir im Lesekreis gelesen!“ – „Sie haben einen Lesekreis? Kann man da mitmachen? Wie finde ich denn sowas?“
Letztens bei Facebook:Ich hatte überlegt, ob ich hier (im Heimatort) einen Lese-/Tauschkreis mache.Bin mir da nur noch nicht sicher, wie man das aufzieht.

Lesekreis klingt immer ein bisschen nach Alte-Tanten-Treffen – davon sind Lesekreise heutzutage jedoch weit entfernt. Während sie in den USA und Großbritannien längst etabliert sind, steigt auch das Interesse in Deutschland am gemeinsamen Austausch über Literatur fern von Facebook und Literaturforen. Persönlich hat eben was und dabei kann man auch nett Rotwein trinken und Salzstangen knabbern.

Lesekreis

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John Green: Margos Spuren [Rezension]

Cover (c) dtv

Als Kinder entdecken Quentin und seine bezaubernde Nachbarin und Freundin Margo eine Leiche im Park. Das gemeinsame Erlebnis prägt, doch obwohl sie weiterhin nebeneinander wohnen, haben sie schon bald nichts mehr miteinander zu tun. Er wird zum Außenseiter, sie zum beliebtesten Mädchen der Highschool, das mit verrückten Aktionen auf sich aufmerksam macht. So staunt Quentin nicht schlecht als Margo eines nachts an sein Fenster klopft und ihn zu ihrem persönlichen Rachefeldzug einlädt. Für dieses Mädchen wirft Quentin alle Vorbehalte über Bord und erlebt eine aufregende Nacht.
Am nächsten Morgen ist Margo verschwunden. Quentin kann nicht glauben, dass das alles gewesen sein soll und macht sich auf die Suche. Als er den ersten Hinweis findet, ist er sich sicher: Margo will von ihm gefunden werden! Er setzt sich auf ihre Spur und auf seiner Reise durch die USA lernt er ein ganz neues Mädchen kennen.

Ein Jugendbuch schafft es selten als gemeinsame Lektüre in unseren Lesekreis. Doch als „Margos Spuren“ mit großer Begeisterung für John Green vorgestellt wurde, kam das so überzeugend, dass wir uns dazu entschlossen. So kam ich also nun auch endlich zu meinem ersten Roman von John Green.

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Jenny Erpenbeck: Gehen, ging, gegangen [Rezension]

Cover Jenny Erpenbeck: Gehen, ging, gegangen (Knaus Verlag)

Ein Professor für Alte Sprachen geht in den Ruhestand. Plötzlich hat er Zeit, viel Zeit. Zeit, um die afrikanischen Flüchtlinge wahrzunehmen, die auf dem Oranienplatz protestieren, die mit ihrem Protest erst für die Allgemeinheit sichtbar werden. Richard überlegt, was weiß er eigentlich von Afrika? Wer sind eigentlich diese Menschen, die übers Meer nach Italien und schließlich auch nach Deutschland, nach Berlin kommen? Um Antworten zu finden, besucht er die Flüchtlinge in ihrer neuen Unterkunft und fragt nach. Doch er findet nicht nur Antworten, es stellen sich auch immer wieder neue Fragen.

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Alina Bronsky: Baba Dunjas letzte Liebe [Rezension]

Cover (c) Kiepenheuer & Witsch Verlag

 

Es gibt Autoren, bei denen man einfach jedes neu erschienene Buch kauft, ohne überhaupt auf den Klappentext zu achten. Alina Bronsky gehört für mich dazu. Seit Scherbenpark ist jedes ihrer Bücher ein Muss, auch wenn mich nicht jedes himmelhochjauchzend begeistert, so sind sie doch alle lesenswert. „Baba Dunjas letzte Liebe“ ist wieder ein absoluter Glücksgriff gewesen. Dieses Buch konnte mich auf ganzer Linie begeistern – von der ersten bis zur letzten Seite. Nein, eigentlich war es sogar viel zu kurz, ich hätte gern noch länger bei dieser wunderbar bodenständigen und geradezu weisen alten Frau, der Baba Dunja, verweilt. Mehr

Wüste in der Literatur [Lesekreis]

Wieder einmal hat sich unser Lesekreis „Buchschätzer“ auf ein Lesethema geeinigt. Wir haben damit schon sehr gute Erfahrung gemacht, nicht immer gemeinsam ein Buch zu lesen, sondern manchmal auch einfach nur ein Thema festzulegen. So hatten wir zum Beispiel einen sehr anregenden Indienabend oder Abende mit verschiedenen Biographien, zum Thema „Insel“ oder einem ausgewählten Autor.

Cover (c) Bastei Lübbe Dieses Mal sollte es das Thema „Wüste“ sein. Mehr

Haruki Murakami: Gefährliche Geliebte [Rezension]

Cover (c) btb

Inhalt:
Hajime ist Einzelkind – Shimamoto ist Einzelkind. Beide sind 12 Jahre alt und zwischen ihnen entwickeln sich eine tiefe Freundschaft und erste zarte Bande der Liebe. Doch die beiden verlieren sich aus den Augen. 25 Jahre später: Hajime führt inzwischen ein solides Leben, ist verheiratet, hat zwei Kinder und ist erfolgreicher Geschäftsführer zweier Bars. Shimamoto jedoch hat er nie vergessen können. Als sie dann eines regnerischen Tages in seiner Bar auftaucht, ist es als wäre für Hajime die Sonne aufgegangen. Er stürzt sich in eine Affäre, die ihn alles kosten kann.

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Dieter Moor: Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht [Rezension]

Cover (c) Rowohlt Verlag

«Warum wollt ihr ausgerechnet dorthin, von wo alle abhauen?» Freunde und Bekannte sind fassungslos, als Dieter Moor und seine Frau Sonja eröffnen, dass sie ihr Haus in der Schweizer Postkartenidylle verkauft haben, um nach Brandenburg zu ziehen. Im Dörfchen Amerika möchten sie ihren Traum vom eigenen Bauernhof verwirklichen. Tatsächlich sind die neue Heimat, die neuen Nachbarn und das neue Leben für allerlei ungeahnte Herausforderungen, komische Missgeschicke und skurrile Situationen gut. Warum Dieter Moor dennoch sein Herz an Land und Leute verloren hat – davon erzählt er in diesem Buch. Mehr

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