„Suppen für Syrien“ und eine „Eine Liebeserklärung an eine verletzte Stadt“ – ein Abend mit Rafik Schami [Lesung]

Natürlich war es keine Lesung! Wer schon mal das außerordentliche Vergnügen hatte, einen Abend mit Rafik Schami erleben zu dürfen, weiß, dass Rafik Schami ein Erzähler und kein Vorleser ist. Am 11. September kam Rafik Schami zum wiederholten Male nach Braunschweig und präsentierte in der Aula des Martino-Katharineums das Projekt „Suppen für Syrien“. In einem aufwändig und wunderschön gestalteten Kochbuch versammeln namhafte Köchinnen und Köche ihre Suppenrezepte, eingeleitet mit einem Vorwort von Rafik Schami. Die Erlöse aus dem Verkauf des Buches sowie der begleitenden Veranstaltungen gehen zu 100 Prozent an den Verein „Schams e.V.“, der sich seit 2015 der Hilfe für syrische Kinder in Flüchtlingslagern in Jordanien, dem Libanon  und in der Türkei verschrieben hat. Auch der Verlag DuMont, in dem „Suppen für Syrien“ verlegt wird, verzichtet komplett auf seine Einnahmen zugunsten des Vereins. So konnten schon einige Projekte umgesetzt werden und mit sichtlicher Begeisterung und Freude erzählte Rafik Schami von den ersten Abiturienten in einem der Flüchtlingslager. Eindringlich erzählte der bekannte Schriftsteller von seinem Anliegen und berührte die Herzen. Mehr

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Rafik Schamis „Der Wunderkasten“ – Ein orientalischer Schatz für jedes Bücherregal

Cover (c) Edition Bracklo

„Es war einmal ein Hirtenjunge, der hieß Sami. Er war – wie ihr seht – schöner als der Mond und mutiger als ein Panther. Aber er war arm wie ein Bettler. Eines Tages, als er gerade die Schafe und Ziegen seiner Herren zur Dorfquelle führte, erblickte er die junge Leila. Schöner als eine Rose  und anmutiger als eine Gazelle war sie. Voll Bewunderung blieb Sami stehen und starrte sie an. Da drehte Leila sich um und bat ihn mit leiser Stimme, ihr doch zu helfen und den schweren Wasserkrug auf ihre Schulter zu heben.

Bei Allah, Kinder, ich sage euch, natürlich konnte Leila ihren Krug auch selbst hochheben, aber sie mochte Sami schon seit langem und wollte endlich mit ihm sprechen.“

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Rafik Schami und mein Damaskus – Eine Liebeserklärung

Schami-buecherEs ist jetzt über 20 Jahre her, dass ich Rafik Schami in der Stadtbibliothek in Hildesheim, wo ich studiert habe, entdeckt habe. Reiner Zufall, ich weiß nicht mehr, was mich dazu bewogen hat, ausgerechnet ein Buch von ihm in die Hand zu nehmen, vielleicht der arabische Name. Ich weiß tatsächlich nicht mehr, welches Buch ich zuerst gelesen habe. Vielleicht war es „Eine Hand voller Sterne“, vielleicht sogar „Erzähler der Nacht“, das ich bis heute als Lieblingsbuch bezeichne.
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