Monatsrückblick November 2017

Lohnt sich eigentlich ein Rückblick, wenn man gerade mal drei Bücher gelesen hat?
Zumindest sind es nur drei beendete geworden. Auf meinem Reader lese ich seit einer halben Ewigkeit vor dem Einschlafen „Von Mr. Holmes zu Sherlock“, ein interessantes Sachbuch zu Arthur Conan Doyle und seiner berühmtesten Figur. Nur ist Sir Arthur Conan Doyle ungefähr in der Mitte des Buches tot und es geht darum, was andere mit der Figur angestellt haben. Also habe ich einfach „Wunder einer Winternacht“, mein liebstes Weihnachtsbuch, das es auch zu gewinnen gibt, vorgezogen. Allerdings habe ich das auch noch nicht beendet. Bettlektüre halt.

 

 

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Monatsrückblick Oktober 2017

Oktober bedeutet natürlich Buchmesse-Zeit und dank Sonja von A Bookshelf Full of Sunshine konnte ich drei ganze Tage auf der Messe den Duft von Büchern atmen. Ich hatte jede Menge tolle Begegnungen, interessante Gespräche und sehr, sehr viele Anregungen und Impulse. Ich hoffe, ich werde es demnächst noch schaffen, von einzelnen Erlebnissen zu erzählen. Die Zeit rennt mir mal wieder davon. Das sieht man auch daran, dass man nun merkt, wie die Tage kürzer werden. Es ist schon wieder Laternenzeit. Zum ersten Mal in meiner Zeit als Mutter musste ich im Kindergarten eine Laterne basteln. Keine Ahnung wie ich die ganzen Jahre immer wieder  drumherum gekommen bin. Es war dann aber gar nicht so schwer und weil dem Purzelchen am wichtigsten war, dass die Laterne bunt ist, hat es Spaß gemacht. An einem Hubschrauber oder an Einhörnern wäre ich grandios gescheitert.

Im Oktober gab es viel zu feiern. Meine beiden älteren Kinder haben relativ dicht aufeinander Geburtstag, weitere Geburtstage in der Verwandtschaft kamen noch dazu. Und auch mein Blog ist nun auch ganze sechs Jahre alt, was ich in diesem Jahr mit einer Quiz-Verlosungs-Kombination gefeiert habe.

Der obligatorische Blogger-Advetskalender steht auch wieder in den Startlöchern. Es freut mich sehr, wie groß immer wieder das Interesse ist, sich daran zu beteiligen. Ihr könnt Euch auf tolle Beiträge freuen, denn hinter den Kulissen wird schon eifrig gewerkelt.

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Monatsrückblick September 2017

So, die Kinder sind auf dem Weg zu Oma und Opa und ich habe endlich mal Zeit für meinen Monatsrückblick. In der letzten Zeit war es ja eher ruhig hier. Das liegt einerseits daran, dass ich viel beruflich unterwegs war und auch nur wenig zum Lesen gekommen bin, wie Ihr gleich sehen werdet.
Wer meinen Blog kennt, weiß dass ich es immer ganz dicke mit meiner Lieblingsbuchhandlung Graff halte. Diese hat nun seit einiger Zeit ein Affiliate-Programm für Blogger eingerichtet und ich habe mich versuchsweise mal angemeldet. Wer es nicht kennt: Ich verlinke unter meinen Rezensionen auf die Buchhandlung und wer dann etwas dort kauft, sorgt dafür, dass für mich ein paar Cent abfallen. Die Links sind grundsätzlich als Affiliate-Links gekennzeichnet. Um ehrlich zu sein, ich denke nicht, dass es mir persönlich etwas bringt. Ich kaufe ja auch nicht über Blogs ein, sondern bei meiner Leib- und Magenbuchhandlung und das wird anderen auch so gehen. Wer aber gern mal Affiliate ausprobieren möchte und eine Alternative zu Amazon & Co. sucht, kann es gern mal testen.

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Marie Buchinger: Ein Tal in Licht und Schatten [Rezension]

Cover (c) Knaur Verlag

Gadertal, Südtirol, Anfang des 20. Jahrhunderts: Die kleine Elisa Kastlunger verehrt ihre älteren Brüder, die schützend ihre Hand über das ungestüme Mädchen halten. Der Vater führt die Familie mit harter, aber gerechter Hand. Auf dem Hof hat jeder seine Aufgabe, nur so kann das harte Leben der Bergbauern bewältigt werden. Daran erst gewöhnen müssen sich die Kinder des neuen Nachbarn Costa, die bisher in Italien lebten. Vor allem Chiara fällt das Leben in den Bergen schwer. Vito, der ältere Sohn der Familie, versucht sich an das neue Leben anzupassen, was ihm mit Hilfe Elisas und ihres Bruders Mischi immer besser gelingt.
Als 1914 der Krieg ausbricht, müssen Elisas Brüder  an die Front und das Leben im Tal ändert sich. Die Frauen bewirtschaften die Höfe nahezu allein und übernehmen die Verantwortung. Doch als 1915 Italien in den Krieg eintritt, ist die Front plötzlich ganz nahe. Auch Vito muss nun in den Krieg ziehen und sich entscheiden, auf welcher Seite er kämpfen will. Gehört er auf die Seite seiner italienischen Familie oder eher doch an die Seite der Freunde aus der neuen Heimat? Längst ist Vito klar geworden, dass er mehr als nur brüderliche Gefühle für Elisa hegt. Während Vito in den Krieg zieht und entscheiden muss, für welche Seite er zum Verräter wird, kämpft Elisa um die Existenz ihres Hofes und wartet sehnsüchtig auf Vitos Rückkehr.

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Diana Gabaldon: Feuer und Stein (1) [Rezension]

Cover (c) Droemer Knaur

Inhalt:
Schottland 1946: Die junge Krankenschwester Claire ist nach dem Krieg glücklich mit ihrem Mann Frank wieder vereint. In Inverness wollen sie ihre Flitterwochen nachholen. Das Paar verlebt eine glückliche Zeit. Während Frank sich auf die Spuren seiner Vorfahren setzt und Ahnenforschung betreibt, widmet Claire sich den Pflanzen des schottischen Hochlands. Eines Nachts beobachten Frank und Claire Frauen beim Tanz auf dem sagenumwobenen Craigh na Dun, einem Hügel mit einem Steinkreis. Als Claire am nächsten Tag noch einmal auf den Hügel steigt, geschieht das Unfassbare: Die Magie der Steine wirkt und sie wird um 200 Jahre in der Zeit zurückgeschleudert.

Schottland 1743: Claire gelangt mitten in die Vorbereitungen der Jakobiter für einen neuen Aufstand gegen die Engländer. Zunächst muss sie sich gegenüber den misstrauischen Schotten des MacKenzie-Clans beweisen, die die junge Frau mit dem seltsamen Benehmen für eine Spionin der Engländer halten. Doch mittels ihrer Heilkunst kann Claire sich schnell Respekt verschaffen. Claire hat zunächst kein anderes Ziel als zum Craigh na Dun zurück zukehren, um in ihre Zeit zurückzugelangen. Je länger sie verweilt, desto größer wird für sie die Gefahr. Doch unerwartete Unterstützung bekommt sie von dem jungen Jamie, für den sich Claire zusehends erwärmen kann.

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Jo Baker: Im Hause Longbourn [Rezension]

Cover (c) Knaus Verlag

„Stolz und Vorurteil“ ist vielleicht das populärste Werk der englischen Autorin Jane Austen. Die Irrungen der Liebe, die Zwänge der Gesellschaft und die sprachlich wunderbaren romantischen Beschreibungen lassen heute noch auch junge Leserinnen zu diesem Buch greifen und anschließend vom wunderbaren Mister Darcy schwärmen, der als literarische Figur inspiriert und auch Eingang in andere Romane gefunden hat.

„Im Hause Longbourn“wagt einen Blick hinter die Kulissen des wohlhabenden, aber einfachen Haushaltes der Familie Bennet. Haben die Dienstboten in „Stolz und Vorurteil“ nur eine unbedeutende Nebenrolle als Überbringer von Nachrichten, helfende Hände beim Ankleiden oder Auftragen des Essens gespielt, so kommt ihnen nun eine tragende Rolle zu. Mehr

Bruderliebe (Kathrin Lange, Stefanie Heindorf) [Rezension]

Es ist schon eine Weile her, da fragte Olaf von den Buchschätzern, ob wir nicht Lust auf eine Wohnzimmerlesung mit einer befreundeten Autorin hätten, die gerade ihr Buch „Bruderliebe“ herausgebracht hatte. Eine Interpretation eines Märchenstoffes sollte es sein, was bei mir schon mal per se Interesse hervorrief, da ich Märchen bis heute sehr liebe und schätze. Die Idee fand also Anklang, aber irgendwie wurde dann doch nichts daraus. Als ich das Buch nun bei Blogg Dein Buch entdeckte, erinnerte ich mich wieder daran und hatte Glück… in doppelter Hinsicht.
Cover

Theresia, ein junges adliges Mädchen, wächst gut behütet und von der Außenwelt abgeschottet auf. Ihre Stiefmutter Henriette achtet darauf, dass kein Mann ihr zu nahe kommt, denn nie soll Theresia das gleiche Leid geschehen, das ihr einst selbst widerfuhr. Doch das junge Mädchen setzt seinen Willen durch und darf am Karfreitag erstmals mit zum Kirchgang ins Dorf. Dort begegnet sie Sebastian von Langenthal und der Gedanke an ihn lässt sie nicht mehr los. Mit Hilfe des wissbegierigen Jungen Clemens und ihrer Zofe Marie gelingt es Theresia und Sebastian sich gegen den Willen Henriettes zu treffen.
Als Henriette von der heimlichen Liason erfährt, zieht sie ihren letzten Trumpf und entwickelt einen perfiden Plan.

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Rezension: Das Haus der verlorenen Düfte (Melisse J. Rose)

Was lange währt, wird endlich gut! Nachdem ich im ersten Drittel des Buches einen Hänger hatte und lieber etwas anderes lesen wollte, habe ich das Buch dann im Urlaub doch noch beendet, und zwar in einem Rutsch. Dranbleiben lohnt sich also.

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(c) Aufbau Verlag

In der alteingesessenen Familie L’Étoile wird schon seit langer Zeit eine Legende von Generation zu Generation weitergereicht: Einer der Vorfahren, damals schon ein renommierter Parfumeur will im alten Ägypten ein Parfum gefunden haben, mit dem es möglich ist, frühere Leben zu erfahren.
Während Jac L’Étoile sich weigert, an diese Legende der Familie zu glauben und trotz ihrer Begabung dem Parfumhandwerk entsagt hat, ist ihr Bruder Robbie überzeugt davon, dass an der Legende Wahres sein muss. Um die Inschrift auf einem alten Tiegel zu entziffern, weiht er Jacs früheren geliebten Griffin ein. Doch auch die chinesische Maffia und die Führer der tibetisch-buddhistischen Glaubensgemeinschaft sind hinter dem Geheimnis des Beweises der Reinkarnation her.

Wie bereits eingangs erwähnt, hatte ich Schwierigkeiten, in das Buch hineinzufinden. Daran waren nicht nur die vielen, scheinbar wenig zusammenhängenden Handlungsstränge Schuld, sondern auch, dass ich keinen Zugang zu den Hauptfiguren finden konnte. Keine war mir wirklich sympathisch, sie waren mir auch allesamt zu sehr mit Besonderheiten und einer schwierigen Psyche ausgestattet und hatten wenig Identifikationspotential.
Ist zu Beginn noch nicht richtig klar, was die einzelnen Personen für Ziele haben, so tritt mit der Bedrohung für Robbies Leben eine Wende ein, an der sich sowohl die Handlungsstränge einander annähern als auch das Handeln der Personen klarer wird. Bis dahin verlieren sich die Protagonisten noch in den Sümpfen ihrer Psyche und den Erinnerungen an vergangene Zeiten, was ich doch recht ermüdend fand.

Man merkt dem Roman an, dass Melisse J. Rose ausführlich zu den Themen Buddhismus, Reinkarnation und vor allem zur Parfumherstellung im Laufe der Jahrhunderte recherchiert haben muss. Vor allem die ausführliche Beschreibung von Duftnoten und -kompositionen haben es ihr angetan. Gerade am Anfang des Buches haben mich diese detallierten Beschreibungen doch ziemlich gestört, jedoch hat die Autorin dann ein gutes Maß dafür gefunden. Die Abschnitte, in denen es um die tibetische Kultur und den Konflikt zwischen Tibetern und der chinesischen Regierung ging, haben mich zu meiner eigenen Verwunderung am meisten angesprochen. Hier kam Spannung ins Spiel und die Geschichte bekam einen aktuellen Bezug. Der Student Xie ist auch meine Lieblingsfigur.

„Das Haus der verlorenen Düfte“ versucht einen Spagat zwischen Historischem, Mystischem Religiösem und Gegenwart. Nicht immer gelingt dies, immer wieder verliert sich die Autorin in Details zur Vergangenheit der Personen sowie in Sachwissen zu Parfums, den Katakomben Paris‘ und anderen Themen. Dabei neigt sie zu Wiederholungen. Die Story ist spannend, sobald sie erst einmal in Fahrt gerät und Melisse J. Rose versteht es, den Leser sprachlich mit auf die Reise durch die Welt der Düfte und Gerüche zu nehmen.

Und wer denkt, dass Melisse J. Rose doch ein recht blumig-duftender Autorenname ist, der liegt mit dem Gedanken an ein Pseudonym ganz richtig.

© Tintenelfe

Rezension: Der Hochzeitsring (Henry Köhlert)

Im Jahre 1998 wurde in meiner Heimatstadt Erfurt bei archäologischen Vorarbeiten in der Altstadt nahe der Krämerbrücke ein umfangreicher Schatz, der sogenannte „Judenschatz“ entdeckt, der auf das späte 13. / früher 14. Jahrhundert datiert wurde. Als Symbol dafür steht ein sehr kunstvoll gearbeiteter Hochzeitsring, der dem ersten Roman des Journalisten Henry Köhler seinen Titel und das Coverbild Pate stand.

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(c) Sutton Verlag

Henry Köhler berichtet in seinem historischen Roman aus der Sicht Konrads, des stummen Lehrlings des Goldschmiedes Thomas von Weimar. Der Goldschmied und seine Gesellen fertigen gerade Schmuckstücke für die Hochzeit des Sohnes des reichen Juden Kalman von Wiehe, als erste Gerüchte der Pest aus den umliegenden Orten nach Erfurt gelangen. Konrad bewundert die filigranen Kunstwerke und freut sich, dass er helfen darf. Sein Lehrmeister führt ihn nicht nur in die Goldschmiedekunst ein, sondern nimmt ihn auch mit zu seinem jüdischen Freund und Geschäftspartner, wo Konrad staunend die jüdische Kultur kennenlernt. Doch Neid und Gier nutzen die Gerüchte in der Bevölkerung, die sich gegen die jüdische Gemeinde wendet und erste Verschwörungen brauen sich zusammen…

Das Buch macht auf mich einen sehr gut rechercherierten Eindruck und der Autor zeichnet ein sehr lebendiges Bild vom mittelalterlichen Erfurt. Er erzählt anschaulich, in einfacher verständlicher Sprache. Das Bild, das dabei vom Mittelalter entsteht, ist das altbekannte von Schmutz, Gestank, der Freude an grausamen Hinrichtungen und dem Widerspruch von Frömmelei und Sündhaftigkeit. Die Geschichte hat keinen großen Spannungsbogen und ist natürlich aufgrund des bekannten Schatzfundes, von dem im Prolog berichtet wird, vorhersehbar. Die Figuren sind eher stereotyp: der menschliche Goldschmied, der den stummen Konrad als Sohn betrachtet und gut mit den Sitten der Juden vertraut ist, der reiche jüdische Händler, die geldgierigen Patrizier und natürlich der stumme Lehrling, der mit besonders geschärfter Wahrnehmung die Vorkommnisse in der Stadt beobachtet und die erste zarte Liebe erlebt.

Besonders gut haben mir die kleinen Spaziergänge, wie der Marktbummel von Konrad und Maria gefallen, da ich den Weg im Kopf mit ihnen zusammen laufen konnte. Die Stummheit Konrads fand ich eher unnötig. Warum hat der Autor gerade so ein auffälliges Merkmal für seinen Protagonisten gewählt? Ich hätte mir dann eigentlich auch mehr negative Aufmerksamkeit vorgestellt. Vielleicht finde ich es aber auch deshalb so merkwürdig, da ich erst in einem anderen historischen Roman, von denen ich ja eher wenige lese, ein Protagonist mit einer Behinderung vorkam.

Für historisch Interessierte und vor allem für Erfurter ist dieses Buch meiner Meinung auf jeden Fall lesenswert, da es Fakten und Fiktion zu einer angenehmen Lektüre verquickt. Ich schwanke bei der Bewertung zwischen drei und vier Tintenfässchen, werde aber aufgrund der heimatliche Gefühle weckenden Bilder, vier vergeben.

© Tintenelfe

Das Haus der verlorenen Düfte (Melisse J. Rose)

Nun war es im Briefkasten, mein Leseexemplar von „Das Haus der verlorenen Düfte“, und es enthielt noch eine kleine Überraschung! Ein Döschen Lippenpflege als „Duft zum Buch“. Was für eine nette Idee!

Das Buch habe ich für die Leserunde von lovelybooks und dem Aufbau-Verlag (Rütten&Loening) erhalten und bin schon sehr gespannt auf das Buch und den Austausch.

1799 entdeckt der Parfümeur Giles L’Étoile im Gefolge einer ägyptischen Expedition die Mumien zweier Liebender, die sich noch im Tod an den Händen halten. Bei ihnen wird ein geheimnisvolles Artefakt aus der Parfümmanufaktur Kleopatras gefunden. Mehr als zweihundert Jahre später versuchen die Geschwister Jac und Robert L’Étoile, ihr Familienunternehmen vor dem Bankrott zu bewahren, und kommen der alten Legende eines Duftes auf die Spur, der den Menschen über den Tod hinaus ihren Weg weisen soll. Plötzlich verschwindet Robbie, und in seinem Labor wird ein Toter gefunden. Gemeinsam mit ihrem Exfreund Griffin macht sich Jac auf die Suche nach ihrem Bruder und der Rezeptur und verstrickt sich immer tiefer im Labyrinth der Vergangenheit.

Natürlich ist jeder Interessierte herzlich eingeladen, an der Leserunde teilzunehmen!

©Tintenelfe

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