Jan Weiler: Und ewig schläft das Pubertier [Rezension]

Cover (c) Piper Verlag

Wenn es erst einmal wach ist, hält es die Welt in Atem: Das Pubertier. Und inzwischen hat sich Nick zu einem Parade-Exemplar entwickelt. Als männliches Pubertier besticht auch er durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Begeisterungsfähigkeit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik. Er wächst wie Chinagras und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen. Ansonsten allerdings ist die Kommunikation mit dem Pubertier auf ein Mindestmaß reduziert, es spricht wenig, dafür müffelt und chillt es ausgiebig. Und die Liebe spielt in diesem dritten Teil der Pubertier-Saga eine immer größer werdende Rolle sowie auch die Wahl der richtigen Schuhmode. Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt. Gemutmaßt werden darf außerdem über die Frage, wann diese verfluchte Pubertät eigentlich aufhört. Der Erzähler schaut manchmal in den Spiegel und denkt: Eigentlich nie. (Klappentext)

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Anna Pfeffer: New York zu verschenken [Rezension]

Cover (c) cbj

Anton hat alles, was sich ein 17-Jähriger wünscht: vermögende Familie, liebende Eltern und keine Geschwister. Was Anton seit Kurzem auch noch hat: eine Ex-Freundin. Olivia hat ihn grundlos nach ein paar Monaten abserviert, und das, obwohl er sie doch mit einer Reise nach New York überraschen wollte. Das Ticket ist auch schon auf ihren Namen gebucht. Kurzerhand startet der selbstsichere Sonnyboy via Instagram die Suche nach einer neuen Olivia Lindmann. Der Andrang ist mäßig, aber es meldet sich eine 16-jährige Liv, die ganz anders ist, als die Mädchen, die Anton sonst trifft … (Klappentext)

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Anna Pfeffer: Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte [Rezension]

Cover (c) cbj Verlag

Flo hat viele schlagfertige Antworten parat, doch leider immer erst, wenn es zu spät ist. Ob in der Schule oder im Streit mit Moritz von nebenan: Im entscheidenden Moment fehlen ihr die Worte. Zum Glück sind ihre BFFs, Anouk und Julia, da ganz anders. Julia liebt das Drama und Anouk lieben alle. Anscheinend auch Ben, Flos Schwarm, denn Anouk hat ihn geküsst! Auf einer Kummerkastenwebsite schreibt Flo sich ihren Ärger von der Seele. Eine gepfefferte Mail über Verräter-Anouk, Moritz und die doofe Deutschlehrerin. Natürlich wird sie das nie abschicken. Doch ein falscher Klick – und die Mail ist raus. Plötzlich steht sie im Netz und ein Shitstorm bricht los. Der einzige Lichtblick ist, dass Ben Flo auf einmal beachtet …  (Klappentext)

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Juliane Käppler: Die sieben Tode des Max Leif [Rezension]

siebenTodeMaxLeif

 

Max Leif ist ein Überflieger, immer auf der Überholspur, immer ganz vorn. Doch jetzt wird er ausgebremst, vom Tod höchstpersönlich. Der holt sich seinen besten Freund, und Max weiß einfach: Er ist der Nächste. Das plötzliche Fieber kann nur eine HIV-Infektion sein, der schmerzende Magen eine exotische Seuche und der Husten erst … Die Beteuerungen der Ärzte, die Beruhigungsversuche seiner Freunde, ja selbst die energischen Kommandos seiner russischen Putzfrau Jekaterina helfen nicht gegen die Macht von Max‘ Einbildung. In Erwartung seines baldigen Ablebens verkauft er sein Unternehmen und trifft hektisch weitere Vorkehrungen. Denn einfach so sterben ist nicht drin! Zuerst muss er einen Weg finden, die eine Sache zu regeln, die in keinem Testament erscheinen darf … (Klappentext)

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Wladimir Kaminer: Das Leben ist (k)eine Kunst [Rezension]

Cover (c) Random House

Was verbindet eine Putzfrau mit einem abgehalfterten Superstar, einem Kneipenwirt, einem Regenmacher, einem Maler oder Wladimir Kaminers Mutter? Wie all die anderen unvergesslichen Menschen in diesem Buch zeigen sie, wie sich das Leben und die Kunst zu hinreißenden Geschichten verbinden. Geschichten von höchster Komik, aber auch von grandiosem Scheitern. Was übrigens die Putzfrau betrifft: Ihr Fazit einer Don-Carlos-Premiere an der Berliner Staatsoper ist so unvergesslich wie die Oper selbst: „Eine schöne Aufführung, wenn auch unaufgeräumt, die Kostüme der Sänger ungebügelt, die Dekoration staubig und das Theater im Ganzen schlecht geputzt …“ (Klappentext)

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Phil Hogan: Die seltsame Berufung des Mr Heming [Rezension]

Die originelle Geschichte eines mehr als seltsamen Zeitgenossen.
Cover (c) Kein & Aber Verlag

Inhalt:
Dem Immobilienmakler William Heming sollte man sich auf keinen Fall anvertrauen, so einnehmend er auch ist. Kaum hat er einen Verkaufsvertrag abgeschlossen, lässt er den Schlüssel duplizieren und schleicht sich in Abwesenheit der Bewohner nicht nur in deren Häuser – wo er mit Vorliebe alles begutachtet, seinen Hunger stillt, aber gerne auch mal etwas repariert -, sondern er schleicht sich vor allem in deren Leben.

Sein Hobby wird immer riskanter, seine Taktik immer ausgefeilter, seine Obsession immer dominanter – bis es zum ersten Toten kommt. Und Mr Heming sich verliebt. (Klappentext © Kein & Aber Verlag)

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Jan Weiler: Das Pubertier [Tintenspritzer]

Heute gibt es endlich mal wieder einen Tintenspritzer, das heißt also eine Kurzrezension. Jan Weilers aktuelles Buch „Das Pubertier“ ist mir bereits auf der Buchmesse aufgefallen und nun konnte ich es endlich lesen.
Cover - Das Pubertier (c) Rowohlt Verlag

Inhalt:

Sie waren süß. Sie waren niedlich. Jeden Milchzahn hat man als Meilenstein gefeiert. Doch irgendwann mutieren die Kinder in rasender Geschwindigkeit von fröhlichen, neugierigen und nett anzuschauenden Mädchen und Jungen zu muffeligen, maulfaulen und hysterischen Pubertieren. Aus rosigen Kindergesichtern werden Pickelplantagen. Nasen, Beine und Hinterteile wachsen in beängstigendem Tempo. Stimmen klingen wie verstimmte Dudelsäcke, aber die Kommunikation scheint ohnehin phasenweise unmöglich, denn das Hirn ist wegen Umbaus vorübergehend geschlossen. Und doch ist da ein guter Kern. Irgendwo im Pubertier schlummert ein erwachsenes Wesen voller Güte und Vernunft. Man muss nur Geduld haben, bis es sich durch Berge von Klamotten und leeren Puddingbechern ans Tageslicht gewühlt hat. Verdammt noch mal! (Klappentext © Rowohlt Verlag)

In zweiundzwanzig kurzweiligen Episoden erzählt Jan Weiler wie sich seine Tochter Clara in ein pubertierendes, oft anstrengendes, aber auch weiterhin liebenswertes Wesen verwandelt. Mit seinem wunderbaren Humor gelingt ihm dabei hervorragend zu unterhalten, und sicher gerade auch Eltern von Teenagern nicht nur sich selbst wiederzufinden, sondern vielleicht auch Parallelen zu den eigenen Kindern zu entdecken. Viel Neues gibt es natürlich nicht. Es sind die üblichen Themen, mit denen sich Eltern von Jugendlichen herumschlagen müssen: Unordnung, Nächte durchmachen und dafür die Tage am liebsten durchschlafen, Sprüche über nervige Eltern und natürlich die unvermeidliche Jugendsprache, die Erwachsenen so manches Rätsel aufgibt. Mehr

David Safier: Muh! [Rezension]

„Eine Kuh macht Muh, viele Kühe machen Mühe!“ Ein blöder Spruch? Na, das passt dann ja zum Buch.

Cover

Das Leben der Kuh Lolle auf einem norddeutschen Bauernhof ist ruhig und geruhsam bis sie eines Tages ihren geliebten Stier Champion mit der blöden Kuh Susi erwischt. Als sie dann auch noch den Kater Giacomo vor dem legendären Old Dog rettet und dieser ihr eröffnet, dass Menschen Kühe essen, gerät ihr Weltbild endgültig ins Wanken. Auf dem Weg in den Stall erfährt sie, dass am nächsten Tag alle Tiere geschlachtet werden müssen, da der ungeliebte Bauer Pleite ist. Mit ihren Freundinnen, der toughen Hilde und dem etwas naiven Radieschen, beschließt sie dem Kater Giacomo in die Freiheit zu folgen, nach Indien, wo die Kühe heilig sind…

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Rezension: Soap (Michael Meisheit)

Auf dieses Buch bin ich durch den Autor Michael Meisheit selbst gestoßen, der in einem Bloggerthread bei lovelybooks Werbung für seinen ersten Roman „Soap“ machte und darauf hinwies, dass man auf seiner Homepage aus Autorensicht verfolgen könne, wie ein Roman entsteht, veröffentlicht wird und sich im Folgenden das Marketing gestaltet.

Die Seite ist tatsächlich sehr interessant, ebenso wie der „Werdegang“ des Buches, das im Grunde von den Testleser/innen des Blogs mit lektoriert wurde und in welches auf diese Weise viele Tipps einflossen und sogar Namens- und Covervorschläge diskutiert wurden. Auch ist das Buch im Selbstverlag erschienen und die Art und Weise, wie Michael Meisheit dabei vorgeht, besonders interessant.

Die Leseprobe klang so vielversprechend, dass ich nach Möglichkeiten gesucht habe, meine eiserne Weigerung, amazon in irgendeiner Weise mein Geld zukommen zu lassen, zu umgehen. Leider kann man das Buch nämlich nur bei amazon bekommen, was ich persönlich als echten Nachteil empfinde, aber es sind wahrscheinlich die wenigsten solche Prinzipienreiter wie ich.

Lukas Witek bekommt die Chance, bei der wöchentlichen Soap „Schöneberg“ als Drehbuchautor einzusteigen. Doch nicht nur beruflich wird sein Leben fortan von Intrigen, verbotener Liebe, Drogen, Tod und Leidenschaft bestimmt, auch sein Privatleben gleicht immer mehr einer Soap. Denn er verliebt sich ausgerechnet in Maria, die hübsche Freundin des Chefautors… Mehr

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