Ein Tal in Licht und Schatten – Südtirol im Ersten Weltkrieg [Blogtour Bella Italia]

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Ich freue mich sehr, in diesem Jahr Teil der interessanten und vielfältigen Blogtour „Bella Italia“ sein zu können, die von Silvia und Astrid vom Blog Leckere Kekse ins Leben gerufen wurde. Die bisherigen Beiträge fand ich toll und ich habe lange überlegt, was ich dazu beitragen kann. Entschieden habe ich mich dann für Südtirol, einen ganz besonderen Landstrich Italiens und ein ganz besonderes Buch, das in der Zeit des Ersten Weltkriegs ebendort spielt.

Von Höhenangst keine Spur

Vor etwa einem Jahr war ich zum ersten Mal in Südtirol. Was für ein wunderschönes Stückchen Erde! Selbst ich, die Höhenangst hat, konnte den Bergen nicht widerstehen und beim Aufstieg konnte es schon mal passieren, dass ich vor lauter Ablenkung gar nicht merkte, wie hoch ich tatsächlich war. Nur die Fahrt über den Jaufenpass war für mich tatsächlich ein kleiner Horrortrip, den der Rest der Familie jauchzend genoss, während ich mich am Türgriff festklammerte und nicht wusste, ob ich die Augen besser offen oder geschlossen halten sollte.
Noch spannender allerdings war für mich die jüngere Geschichte Südtirols, mit der ich zum ersten Mal in Berührung kam. Auf unseren Wanderungen erzählte der Bergführer von Repressalien, die den Südtirolern durch die italienische Regierung auferlegt wurden. Von geheimen Schulen in Scheunen, in denen heimlich Deutsch gelehrt wurde, von Bombenanschlägen und ehemaligen Widerstandskämpfern im Exil, die auch heute nicht in ihrer Heimat bestattet werden dürfen, da die Regierung befürchtet, mit den Grabmalen Märtyrerdenkmale zu setzen. Doch wie kam es eigentlich dazu, dass dieser Teil der Alpen, in dem die Menschen vorwiegend Deutsch und Ladinisch sprechen, zu Italien gehört? Mehr

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Ursula Poznanski: Aquila [Rezension]

Cover (c) Loewe Verlag

Ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage streift die Studentin Nika durch Siena. Sie vermisst ihr Handy, ihre Schlüssel und ihren Pass. Mitbewohnerin Jennifer ist ebenfalls verschwunden. Dafür steckt in Nikas Hosentasche ein Zettel mit mysteriösen Botschaften und Anweisungen.

Das Blut ist nicht deines.
Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist.
Halte dich fern von Adler und Einhorn …

Welchen Sinn soll das ergeben? Und was, zum Teufel, ist geschehen zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen? (Klappentext)

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Marie Buchinger: Ein Tal in Licht und Schatten [Rezension]

Cover (c) Knaur Verlag

Gadertal, Südtirol, Anfang des 20. Jahrhunderts: Die kleine Elisa Kastlunger verehrt ihre älteren Brüder, die schützend ihre Hand über das ungestüme Mädchen halten. Der Vater führt die Familie mit harter, aber gerechter Hand. Auf dem Hof hat jeder seine Aufgabe, nur so kann das harte Leben der Bergbauern bewältigt werden. Daran erst gewöhnen müssen sich die Kinder des neuen Nachbarn Costa, die bisher in Italien lebten. Vor allem Chiara fällt das Leben in den Bergen schwer. Vito, der ältere Sohn der Familie, versucht sich an das neue Leben anzupassen, was ihm mit Hilfe Elisas und ihres Bruders Mischi immer besser gelingt.
Als 1914 der Krieg ausbricht, müssen Elisas Brüder  an die Front und das Leben im Tal ändert sich. Die Frauen bewirtschaften die Höfe nahezu allein und übernehmen die Verantwortung. Doch als 1915 Italien in den Krieg eintritt, ist die Front plötzlich ganz nahe. Auch Vito muss nun in den Krieg ziehen und sich entscheiden, auf welcher Seite er kämpfen will. Gehört er auf die Seite seiner italienischen Familie oder eher doch an die Seite der Freunde aus der neuen Heimat? Längst ist Vito klar geworden, dass er mehr als nur brüderliche Gefühle für Elisa hegt. Während Vito in den Krieg zieht und entscheiden muss, für welche Seite er zum Verräter wird, kämpft Elisa um die Existenz ihres Hofes und wartet sehnsüchtig auf Vitos Rückkehr.

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