Monatsrückblick März 2017

Schöner Monat März! Viel gefeiert, wenig gelesen und vor allem viele, viele Freunde, Bekannte und bisher Unbekannte getroffen. Genau, es war Buchmesse und da sie in diesem Jahr nicht auf meinen Geburtstag fiel, wurde das Wochenende vorher schon mal kräftig gefeiert.

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Bodyguard – Eine Action-Lesung mit Chris Bradford [20.03.2017]

PENG! PENG!
„Unten bleiben!“
„Nicht schießen!“
„Es ist doch nur eine Wasserpistole… eine WASSERPISTOLE!“

Action pur ist angesagt, wenn Chris Bradford seine Jugendbuchreihe „Bodyguard“ vorstellt, von der mit „Im Fadenkreuz“ inzwischen der vierte Teil im cbj-Verlag erschienen ist. Da muss dann auch schon mal jemand aus dem Publikum als zu beschützender Justin Bieber agieren oder ein Bodyguard-Team in Formation den in der tosenden Menge badenden Autoren-Star Chris Bradford beschützen. Die jungen Leser, aber auch die Erwachsenen, die in der Minderzahl sind, amüsieren sich blendend. Mehr

Monatsrückblick Februar 2017

(c) Buchhandlung GraffHeute wird mal wieder geplaudert. Der Februar im Tintenhain war geprägt vom Literaturquiz, bei dem aktuell mit einer Carlsen-Spezialrunde die siebente Runde stattfindet. Ich habe viel gelesen und sogar jede Menge Blogbeiträge geschrieben. Das lag aber sicher auch daran, dass ich schon wieder einmal krank war. So langsam dürfte es mal wieder gut sein. Meine Ärztin, die ich auf der Lesung mit T.C. Boyle getroffen habe, hat mich mit Namen begrüßt – wie gruselig! Mehr

Sawubona, Kirsten Boie! [Lesung]

(c) TintenhainAls Herr Wrensch von der Buchhandlung Graff und Frau Lippert von der Stadtbibliothek Braunschweig überlegten, für das erste Literaturfestival der Stadt eine gemeinsame Veranstaltung für Kinder auf die Beine zu stellen, waren sich beiden einig: „Wir wünschen uns Kirsten Boie!“ Wie glücklich der Umstand, dass Kirsten Boie daraufhin antwortete: „Ich wünsche mir immer Braunschweig!“

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ValentinsMatinee mit Nina George, Kristina Steffan und Jeanine Krock [Lesung]

KarteValentinstag – wenn ich ehrlich sein soll, eigentlich mache ich mir nichts daraus und eine Aktion wie die an diesem Wochenende stattgefundenen #Herzenstage überfordert mich (vor allem zeitlich) komplett. Aber eine ValentinsMatinee? Eine Lesung mitten am Tag? Ich fand, das könnte das perfekte Valentinsgeschenk meines Mannes an mich sein.

So ging ich also mit meiner Freundin Elke vom Bücherstammtisch zu einer Veranstaltung der besonderen Art. Das Raabe-Literaturhaus hatte in den Roten Saal im Schloss eingeladen, und die drei DeLiA-Autorinnen Nina George, Kristina Steffan aka Kristina Günak sowie Jeanine Krock, die gleichzeitig die Moderation übernahm, präsentierten im Rahmen der DeLiA-Liebesromantage Ausschnitte aus ihren Büchern und plauderten über die Liebe. Mehr

Ein fröhlicher Abend mit Kerstin Gier [Lesung]

FacebookAls ich im August entdeckte, dass Kerstin Gier zwar nicht nach Braunschweig, aber dafür immerhin nach Celle kommen würde, habe ich ohne zu überlegen einfach zwei Karten reserviert. War ja klar, dass ich jemanden finden würde, der ebenfalls eine Stunde Fahrtzeit in Kauf nehmen würde, um Kerstin Gier live zu erleben. Bereits im Jahre 2013 als „Silber – Das erste Buch der Träume“ erschien, hatte ich das Glück einen wundervollen Abend mit Kerstin Gier verbringen zu dürfen. Das schrie geradezu nach Wiederholung.
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Kater Winston und Frauke Scheunemann beim Krimifestival [Lesung]

Bücherwand

„Was ist eigentlich dieses Weihnachten?“
Ich starre ihn an. „Du weißt nicht, was Weihnachten ist?“
„Nee, woher sollte ich?“
„Weil das einfach jeder weiß! Alle Menschen feiern doch Weihnachten, und jede Katze , die schon mehr als einen Sommer mit den Zweibeinern verbracht hat, muss einfach wissen, was Weihnachten ist.“ (Zitat)

Das denkt zumindest Kater Winston, der gemeinsam mit den Hofkatzen Spike und Karamell und der Streunerin, äh, Abenteurerin Odette darüber nachdenkt, was denn eigentlich dieses Weihnachten sein soll. Hat etwa Winston Recht, der meint, dass es sich um ein Essens-Überlebenstraining handelt? Oder vielleicht doch Karamell mit der Theorie, dass es darum geht, überall möglichst viele Kerzen anzuzünden? Am Unwahrscheinlichsten klingt auf jeden Fall Odettes Version, nach der es sich um eine Geburtstagsparty für jemanden namens Heiland handelt.
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Ein Abend mit Vea Kaiser auf Makarionissi [Lesung]

„Ihr müsst dieses Buch lesen! Glaubt mir, das ist etwas für jeden von euch!“, so Heike beim letzten Buchschätzerabend. Da Heike selten so restlos begeistert von einem Buch ist, wurde „Makarionissi“ von Vea Kaiser zu unserem nächsten gemeinsamen Lesekreisbuch gekürt. Wie überaus passend, dass die 26jährige Autorin genau zu diesem Zeitpunkt für eine Lesung nach Braunschweig in die Buchhandlung Graff gekommen ist. Die Buchschätzer waren natürlich dabei.

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Jonathan Stroud „Lockwood & Co.“ in Braunschweig [Lesung]

Cover Lockwood & CoJonathan Stroud wollte schon immer mal was Gruseliges schreiben. Mit „Lockwood & Co.“ hat er nun sein eigenes kleines Geisteruniversum geschaffen und zieht damit seine Fangemeinde in Bann.

So kamen auch gestern viele Kinder und Jugendliche, aber auch etliche Erwachsene auf Einladung der Buchhandlung Graff in die Stadtbibliothek Braunschweig, wo Jonathan Stroud charmant sein Publikum auf Deutsch begrüßte. Die Moderation übernahm Marc Langebeck, bekannt aus der Kinderliteratursendung „quergelesen“ des Kinderkanals. Die Schauspielerin und Synchronsprecherin Judith Hoersch, die auch die deutsche Hörbuchfassung eingelesen hat, las die deutschen Textausschnitte.
Jonathan Stroud

Doch zunächst wollte Marc Langebeck wissen, wer das Buch denn überhaupt schon gelesen habe. Da es nicht allzu viele Handzeichen gab, sprang er gut gelaunt ins Publikum und ließ die zehnjährige Susan eine Zusammenfassung des ersten Bandes „Die seufzende Wendeltreppe“ geben. Diese war so begeistert von dem Buch, dass sie am liebsten gleich alles erzählt hätte.

Nachdem Jonathan Stroud den Prolog des Buches im Original vorgelesen hatte, erzählte Judith Hoersch, wie sie beim Einlesen des Hörbuches vorgegangen war. Die größte Herausforderung stellte die Stimme des Protagonisten George dar, wohingegen ihr die Rolle eines bösen, alten Mannes besonders viel Spaß machte. Ganz besonders freute sie sich darüber, dass auch die nächsten Bände aus der Sicht von Lucy geschrieben werden. So ganz klar, war das übrigens nicht, denn Jonathan Stroud hat versuchshalber das zweite Buch aus der Sicht von Lockwood begonnen, diese Idee dann aber wieder verworfen. Lucys Sichtweise bietet eben doch mehr Distanz, um Geschehnisse zu kommentieren und den Überblick zu behalten, wie Stroud schnell feststellte.
Stroud Lesung2
Judith Hoersch las mehrere Abschnitte des Romans, was sicher einige Unentschlossene dazu bewog, das Buch anschließend zu kaufen. An Strouds Gesichtsausdruck konnte man ablesen, dass er immer ungefähr wusste, welche Stelle sie gerade las. Er meinte auch, dass es interessant sei, sein Buch auf einer anderen Sprache mit einem anderen Sprachrhythmus zu hören. Auf Englisch kommt es ihm immer so vor als würde er sich selber zuhören.

Aber auch die Praxis kam nicht zu kurz. Da in einer phantastischen Welt immer alles stimmig sein muss, hat sich der Autor viele Gedanken zu Geistern und deren Bekämpfung gemacht. In seiner großen schwarzen Tasche mit dem Aufdruck „Lockwood & Co.“ hatte er dann auch die typische Geisterjägerausrüstung dabei, die ein Mädchen aus dem Publikum präsentieren durfte. Besonders begeistert zeigte sich Jonathan Stroud von einem Döschen „magnesium flare“ (Griechisches Feuer), aber auch Eisenspäne, eine Salzbombe und vieles mehr gehörten dazu. Dass das Thermometer 50°C anzeigte, war zwar verwunderlich, aber zumindest bedeutete das auch, dass keine Geister anwesend waren. Das Wichtigste kam jedoch zum Schluss: eine Eisenkette für den Bannkreis, ein Schwert mit Silberspitze und natürlich eine Tasse feinsten English Breakfast Tees.
Geisterbilde

Da man aber als Geisterjäger auch wissen muss, welche Arten von Geistern es gibt und wie man sie erkennen kann, hatte Jonathan Stroud auch einige Bilder mitgebracht. Marc Langebeck wies darauf hin, dass im deutschen Glossar nicht alle Geisterarten aufgeführt seien und schlug dem Verlag vor, daraus einen Wettbewerb zu machen. Dies wiederum inspirierte Jonathan Stroud zu einem Wettbewerbsvorschlag, neue Geister zu erfinden. Man kann also gespannt sein.

Für „Lockwood & Co.“ hat Jonathan Stroud vier Bände geplant. Möglicherweise werden es sogar fünf (jedoch keinesfalls mehr), aber bisher gibt es zu jedem Buch nur einen Satz mit der zentralen Idee. An Band 2 wird allerdings schon geschrieben und zum Beweis brachte er seinen dreiseitigen „Masterplan“ mit und zeigte ihn dem Publikum – natürlich aus der Ferne. Allerdings wird so ein Masterplan auch immer wieder überarbeitet. Hoffen wir also, dass es trotzdem mit dem Erscheinungstermin im Herbst 2014 klappt.

Zum Schluss beantwortete Jonathan Stroud noch viele Fragen aus dem Publikum, unter anderem auch die, wie er zum Schreiben kam. Dafür zeigte er sein erstes „Buch“ „Tower oft he Undead“, das er mit 12 Jahren in ein Schulheft geschrieben und selbst illustriert hatte.
signiert

Anschließend signierte der Autor noch die mitgebrachten und neu erworbenen Bücher und um mit Jonathan Strouds Worten zu enden:
„Buy lots of copies, it’s great!“

© Tintenelfe

Daniel Kehlmann: F [Lesung]

Daniel Kehlmann in Braunschweig, in der Geburtststadt Carl Friedrich Gauß‘. Für den Chef des C1 Kinos war klar, dass er einen der Säle, in denen „Die Vermessung der Welt“ aufgeführt wurde, zur Verfügung stellen würde. Mit ca. 200 Gästen war der Kinosaal jedoch nur mäßig gefüllt, ein kleinerer Rahmen hätte es auch getan.

Nach den einleitenden Worten des Chefs der Buchhandlung Graff betrat Daniel Kehlmann die schlecht ausgeleuchtete Bühne, schlug sein Buch „F“ auf, erläuterte kurz, worum es ging und begann zu lesen. Ausdrucksstark, mit rollendem „R“, untermalt vom Dröhnen des Actionfilms im benachbarten Kinosaal.

Kehlmann in Braunschweig

Dann ein Sprung im Buch. Erklärende Worte und wieder ein fantastisch gelesenes Kapitel aus „F“, humorvoll geschrieben und hervorragend, fast schon selbstinszenierend, vorgetragen. Kehlmann schlug die Zuhörer in seinen Bann.

Dann klappte er das Buch zu, verbeugte sich und trat auf den in der ersten Reihe sitzenden Buchhändler zu, offensichtlich um sich zu setzen. Kein persönliches Wort ans Publikum. Dieser wiederum schien völlig perplex, überließ Herrn Kehlmann seinen Platz und wandte sich an die irritierten Zuhörer. Herr Kehlmann sei sehr unter Zeitdruck, müsse morgen nach New York und anschließend nach Amsterdam, entschuldigte er stammelnd den mehrfach ausgezeichneten Autor.

Sprachlosigkeit, dann plötzlicher Aufbruch.

Meine Freundinnen aus meinem Lesekreis und ich blieben noch ein wenig sitzen. Als die Rausschmeißermusik des Kinos einsetzte, erwarteten wir Gedränge vor dem Kinosaal, wo der Signiertisch aufgebaut war. Offensichtlich wollte niemand einen so vielbeschäftigten und distanzierten Autor belästigen. Wo wir Schlangen erwarteten, zeigte sich gähnende Leere.

Signatur

Nur eine Stunde nach Beginn der Veranstaltung verließen wir das Kino mit einem etwas schalen Gefühl. Hätte man die 10€ Eintritt vielleicht doch lieber in das Hörbuch investieren sollen?

Wie üblich sind meine Fotos in dem dämmrigen Kinosaal eine Katastrophe, die besseren Bilder sind auf der Seite der Buchhandlung Graff zu finden.

© Tintenelfe

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